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Ozirisz Osiris Coverage (Uraufführung) Tanz: Tamás Bakó, László Czétényi, Kati Dombi, Bea Gold, Erzsi Kiss, Péter Lipka, Andrea Nagy, István Oldal, Orsolya Sipos, Lea Tolnai, Nina Umniakov, György Tr. Szabó Bühnenbild: Ferenc Sebestény, István Oldal Licht: Gábor Kocsis Musik: Erzsi Kiss Musikalische Koordination: Balázs Temesvári Kostüme: Krisztina Berzsenyi Video: Ernst Süss Besondere Requisiten: Orsolya Sipos, Gábor Kocsis, István Oldal Mitarbeit: Ágnes Varanyi Regie-Choreographie: Gábor Goda Persönliches, Lyrisches, Mythisches, Absurdes. Die Kinder von Isis und des vierzehngeteilten Osiris leben kontinuierlich bis zum heutigen Tag die alte Geschichte neu. Das, was von außen unverletzlich ist, ist innen krank und zerfällt zu Staub. Eine isolierte, sterile Welt verrottet unvermeidlich von innen her. Die Idylle ist immer erschreckend geheimnisvoll. Profane Riten, Bild- und Musikerscheinungen. Aktives Theater. weitere Vorstellung: 20. Oktober
Darvas - Pintér: Bauernoper (Uraufführung) Der Bräutigam Béla Pintér Seine Mutter Szilvia Baranyi Sein Vater József Tóth Stiefschwester Éva Enyedi Die Braut Sarolta Nagy-Abonyi Ihre Mutter Tünde Szalontai Ihr Vater Sándor Bencze Stationsvorsteher Szabolcs Thúróczy Der Fremde Tamás Deák Musiker: Benedek Darvas - Cymbalo, Bence Gazda, László Nyíri, Gábor Pelva - Violine, Samu Gryllus - Kontrabaß Bühnenbild: Péter Horgas, Gábor Tamás Kostüme: Mari Benedek Licht: Gábor Tamás Korrepetitorin: Bea Palya Assistentin: Krisztina Kovács Komponist: Benedek Darvas Buch und Regie: Béla Pintér "In der Bauernoper haben wir eine balladenhafte Geschichte in Opernform bearbeitet. Grundlage ihrer Musik ist die bizarre und doch homogene Mischung von ungarischen Volksliedern aus Siebenbürgen, Barock und Rock. weitere Vorstellungen: 21.-22. Oktober
I. Ungarisches Postdramatisches Forschungsinstitut (Mozgó Ház Ex) № 16 473 Ein Endre Závoczki Requiem (Uraufführung) nach Ferenc Molnárs Liliom es spielen: Adrienn Bor, Réka Gévai, István Gőz, Erika Pereszlényi, Gábor Pintér, Balázs Vajna, Lívia Varjú Musik: Balázs Barna Technischer Leiter: Attila Szirtes Regie: László Hudi “№ 16 473”: eine Registrierungsnummer. Laut Ferenc Molnár ist unter dieser Endre Závoczki, also Liliom, im Jenseits registriert.
Vorstellungen des Vereins der zeitgenössischen Tanztheater "In unserer leistungsorientierten Welt bedeutet die Herausbildung eines Wertesystems noch eine der größeren Aufgaben. Tabus bröckeln, neue, vermeindliche oder wirkliche Wahrheiten werden geboren und sterben in jedem Augenblick, geschickt agierende Epigonen oder besessene neuzeitliche Spiritisten suchen nach der wahren Seele unseres Jahrhunderts und tasten nach dem nebligen Weg, der zu unserem im Technokratismus versteinerten Selbst führt. Ein nie dagewesenes Tempo diktiert die enorme Anzahl der Fausts des 21. Jahrhunderts. Mitglieder der Jury: Márk Fenyves, Miklós Köllő, Réka Szabó 20. Oktober 20.00 OFF PROGRAMM L1 Táncművek 21. Oktober 20.00 Merlin Színház 22. Oktober 20.00 Merlin Színház 23. Oktober 20.00 OFF PROGRAMM Petrik Lajos Vegyipari
István Tasnádi - Árpád Schilling: HeimatHeimat - Säuglingsheim Taygetos II. - in Memoriam Géza Hofi Mitwirkende: Gergely Bánki, Eszter Csákányi, József Gyabronka, László Katona, Annamária Láng, Zoltán Mucsi, Zsolt Nagy, Borbála Péterfy, Roland Rába, Lilla Sárosdi, Péter Scherer, Sándor Terhes, Gábor Viola, Tilo Werner Das Stück versucht einen Überblick über die Geschichte Ungarns nach dem Systemwechsel zu geben. Das Ziel ist nicht, die Geschehnisse aufzulisten, vermutete oder wirkliche Zusammenhänge aufzuzeigen, auch nicht Fakten aufzufinden oder zu enthüllen; das Stück spielt nur mit den Tatsachen, vermischt die Wirklichkeit mit der Fiktion, damit aus dem Alltäglichen eine souveräne, halbwegs märchenhafte Bühnenwelt entstehen kann, die sich der vergangenen 13 Jahre der ungarischen und osteuropäischen Geschichte aus einem grotesken und satirischen Blickwinkel nähert. Wir denken nicht in Bühnenstücken, sondern in Vorstellungen, vielmehr noch in Ereignissen. An diesem Abend halten wir eine nationale Selbstinspektion mit Hilfe der Theaterform ab. Die Vorstellung verwendet entsprechend des Reichtums des Themas viele Stilelemente und Theaterformen vom Video bis hin zu klassischen Zitaten, zur Farce, zum Volkstanz und zum Varieté. Das musikalische Gewebe, das die Stimmung der Vorstellung bestimmt, setzt sich aus Livemusik verschiedener Stile und Genres der ungarischen Musiktradition zusammen, von folkloristischen über populäre nationale Lieder bis hin zur Operette und zumRock-and-Roll. Einige Liedtexte sind Werke von obdachlosen Budapester Poeten.
L’odeur du voisin Tanz: Caroline de Cornière, Joseph Trefeli, Kylie Walters, Mike Winter, Asier Zabaleta Bühnenbild: Gilles Lambert Kostüme: Caroline de Cornière, Samantha François-Kapitz Lichtentwurf: Pascal Burgat, Jean-Marc Serre Technische Leitung: Pascal Burgat Studioaufnahmen: Andrès Garcia Musik: Hans-Peter Kuhn, Ary Barroso és mások Administration: Airelle Buff Kommunikation: Christine Hirsig Beratung: Gabriel Décoppet Choreographie: Caroline de Cornière und Guilherme Botelho, in Zusammenarbeit mit den Tänzern "Wer allein in einem Restaurant ißt, nimmt mehr zu sich, als nur das Essen." (G. Haldas) Die realistischen Porträts umrahmt eine ununterbrochene, an unerwarteten Wendungen reiche Handlung. Die Elemente der von Alias präsentierten zweiten Wirklichkeit sind allesamt lebensnah, doch das aus ihnen entstandene Gesamtbild ist zugleich bekannt und komisch irreal. (eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafóval; mit freundlicher Unterstützung von: Département des affaires culturelles de la Ville de Genève, Département de l'Instruction Publique du Canton de Genève, Pro Helvetia - Fondation Suisse pour la Culture, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Sophie und Karl Binding Stiftung, la Loterie Romande, CORODIS, Lombard Odier & Cie; mit besonderer Unterstützung des Prix d’auteur du Conseil général de la Seine-Saint-Denis, France /Rencontres chorégraphiques internationales 2000/)
Emma Rice: Wild Bride or The Handless Woman (Uraufführung) Tanz: Jon Fenner, Éva Magyar, Borbála Blaskó, Réka Szabó, Gábor Botond Barna Bühnenbild: Bill Mitchell Regie: Emma Rice Die Konzipienten dieser Vorstellung, Emma Rice und Bill Mitchell - die Leiter der englischen Kneehigh Company - nahmen als Ausgangspunkt ihrer Arbeit einen Bestseller, einen Band über die folkloristischen Geschichten zahlreicher Völker dieser Welt. Das Ergebnis, dieses Märchen mit seiner reichen Bildwelt, handelt von der Begegnung des Teufels mit einer jungen Frau, die von ihren nichtsahnenden Eltern verkauft wird. Der Käufer ist der Herr der Hölle höchstpersönlich. Im Laufe des Tanzspiels nimmt die Frau ihr Schicksal auf sich und bewahrt sich dabei durch ihr stilles Durchhalten nicht nur ihre Menschlichkeit, sondern zähmt auch die negative Kraft und bringt diese auf ihre Seite. Die Vorstellung zeigt, wie es zwei Theatergruppen mit unterschiedlichem kulturellen Erbe gemeinsam gelingt, mehrere hundert Jahre alte Gedanken zu interpretieren und diese mit den heutigen Grundnormen in Einklang zu bringen. weitere Vorstellungen: 31. Oktober, 1.-2. November
Journal d’un inconnu
Musik: Percussion of Ethiopia, Sakata und Halottkísérő (Bethlen, Észak-Mezőség) (Auszüge: Csík Zenekar und Tiszta Szívvel); Son Sventa Cajvaltic (Auszüge: Mexico, Fiestas of Chiapas und Oaxaca); Portofélé (Auszüge: Zigeunerfolklore, Ungarn/Rumänien)
Die letzte, beim diesjährigen Budapester Frühlingsfestival gezeigte Arbeit von Josef Nadj und seiner Compagnie Les Veilleurs könnte man auch als abschließendes Stück einer künstlerischen Periode auffassen. Die Aufmerksamkeit des stets ein eigentümliches Instrumentarium aufbauenden, forschenden Choreographen wendet sich neuen Richtungen zu. Welche dies sind und was Josef Nadj in seiner neuen, vor kurzem begonnenen Schaffensperiode beschäftigt, beantwortet sein neues Stück. Das Journal d’un inconnu ist ein sehr persönliches Solostück, das am 6. Juni 2002 bei der Biennale in Venedig uraufgeführt wurde. (eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafó; eine Koproduktion des Centre Chorégraphique National d’Orléans und des Théâtre de la Ville - Paris; das Centre Chorégraphique National d'Orléans dankt für die freundliche Unterstützung folgenden Institutionen: Ministère de la Culture et de la Communication - Direction de la musique, de la danse, du théâtre et des spectacles, Direction Régionale des Affaires Culturelles Centre, Ville d’Orléans, Conseil Régional du Centre, Conseil Général du Loiret; ausländische Tournees der Compagnie werden unterstützt von: A.F.A.A.) www.trafo.hu/ www.josefnadj.com/
Höhlenmalerei (Uraufführung) Tanz: Veronika Vámos, Gerzson Péter Kovács Musiker: Ferenc Kovács, Sándor Budai, Kálmán Oláh - Violine, Csaba Novák - Kontrabaß Bühnenbild: Gerzson Péter Kovács Komponist: Ferenc Kovács Kostüme: Edit Szűcs Choreographie: Gerzson Péter Kovács "Über den Menschen, der durch Werke eine Welt entstehen läßt, sich und seine Welt aufzeigt und verewigt, der für die Gemeinschaft nützlich, wertvoll und verständlich ist; seine Zeichen türmen Kulturen von zehntausenden Jahren auf, während Religionen demagogische Ideologien, zynische Profiteure, 'rationale' Zivilisationen den freien, schaffenden Menschen regulieren, vernichten, umbringen und vergiften. Er aber - allen gegen ihn gerichteten Bestrebungen trotzend - hinterläßt seine Spur an der Wand der Höhle als Nachricht für Jahrtausende: 'Hier bin ich! Jetzt habe ich die Welt verändert!' - das neue Stück von TranzDanz, ein Abdruck des vor dem Kommerz, dem 'Praktischen' in Hohlen und Reservate fliegenden Gedankens, ist ein Höhlenmalerei-Comic der Gegenwart.
Was wäre, wenn ... (Kaash)
Tanz: Akram Khan, Rachel Krische, Moya Michael, Inn Pang Ooi, Shanel Winlock Hindu-Götter, schwarze Löcher, indische Zeitkreise, Erschaffen und Zerstören bilden die begrifflichen Säulen der in diesem Jahr präsentierten Vorstellung. "Es ist wichtig, uns an den Wert der nicht greifbaren Dinge zu erinnern. Ist es nicht wahr, daß das leere Innere des Bechers diesen erst nützlich macht? Ähnlich findet sich das Geheimnissvolle der wahren Formen in der Bewegungslosigkeit zwischen zwei Bewegungen, in den Pausen zwischen den musikalischen Phasen und in den nicht ausgefüllten Räumen der Leere" - sagt der den klassischen indischen und den westlichen zeitgenössischen Tanz verbindende Akram Khan. (eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafó; Koproduzenten: South Bank Centre, Tramway, Vooruit, Sampad, DanceEast, Maison Des Arts Créteil, Wexner Center for the Arts at the Ohio State University mit der freundlichen Unterstützung der Doris Duke Charitable Foundation; die Akram Khan Company wird von folgenden Institutionen unterstützt: The Arts Council of England, London Arts; die Entstehung der Produktion Kaash wurde unterstütz von: The Quercus Trust, Jerwood Space, Birmingham DanceXchange; ein besonderer Dank gilt: Angela Bernstein, Jonathan Burrows, Julia Carruthers, Damian Chapman, Rachel Harris, Su-Man Hsu, Malcolm Glanville, Catrin John, Brendan Keaney, Richard Lee, Rob Lynden, Tim McKeough, Lyndsey Williams, Dance Umbrella, Guy Morley and the Brighton Dome.)
Zeitgenössischer Volkstanz-Abend Auf dieser bereits traditionell wiederkehrenden Veranstaltung des Budapester Herbstfestivals werden experimentelle Werke präsentiert, die den traditionellen Bewegungsschatz mit einer durch und durch zeitgenössischen Auffassung verbinden. Im Laufe des Abends kommen vielerlei Gedanken, spannend unterschiedliche Interpretationen der Tradition zur Geltung: dem Publikum wird ein Querschnitt der besten Produktionen der vergangenen Saison präsentiert, die in ihrer Vielfalt, ihrem mannigfaltigen Ton der jahrzehntelangen Tradition der Volkstanz-Abende gerecht werden. (Eine Veranstaltung des Martin-György-Volkstanz-Verbandes)
András Visky: Júlia Dialog über die Liebe (Uraufführung) Mitwirkende: Enikő Szilágyi Regie: Gábor Tompa
"Zehn Produktionen umfaßt das Programm der nun zum siebenten Mal veranstalteten Studiotheater Tage. An diesem Festival nehmen jene Vorstellungen teil, die die Kuratoren unter den von der Soros Stiftung unterstützten Produktionen für die besten hielten. Die zehn Werke zeigen die wichtigsten Tendenzen der künstlerischen Versuche und Wegsuchen in den ungarischen alternativen Theaterwerkstätten. Neben vier Tanztheaterproduktionen sowie je zwei hauptstädtischen bzw. ländlichen Studioproduktionen werden auch die bemerkenswerteste Aufführung des Jahres, die viel Diskussion auslösende alternative Produktion des Krétakör Theaters W - Arbeiterzirkus bzw. eine Ionesco-Adaptation in Rome, die unter der Ägide des Roma Parlaments entstand, gezeigt. Dieses fachlich wie künstlerisch anspruchsvolle Programm verspricht allen Interessenten besonderer Theatererlebnisse eine angenehme Unterhaltung." (István Nánay)
Bárka Theater Harold Pinter: Die Heimkehr Regie: László Bérczes www.barka.hu
The Collektive of Natural Disaster 62 Tage Todesreisetagebuch Bühnenbild, Kostüme, Musik, Regie: György Árvai www.trafo.hu/arvaigy.html
Petőfi Theater, Veszprém August Strindberg: Der pelikan Regie: Anca Bradu www.petofiszinhaz.hu/
Tanz Theater Mittel-Europa - Móricz-Zsigmond-Theater, Nyíregyháza Barbaren Regie-Choreographie: Csaba Horváth www.cedt.hu/ www.moriczszinhaz.hu/
Budapester Kammertheater William Shakespeare: Macbeth Regie: Róbert Alföldi www.budapestikamaraszinhaz.hu/
Compagnie Pál Frenák KáOsz Choreographie: Pál Frenák www.ciefrenak.org/
KOMPmÁNIA/Compagnie Attila Csabai Cyber Geshas (Gertrude und Alice in Wunderland) Choreographie: Attila Csabai
Maladype - Theater der Begegnungen Eugène Ionesco: Jakob oder der Gehorsam Regie: Zoltán Balázs www.szinhaz.hu/maladype/
Krétakör Theater W - Arbeiterzirkus Regie: Árpád Schilling www.kretakor.hu
Preisverleihung und Abschlußgespräch Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte dem Programmheft der Studiotheater Tage.
Ungarische Oper Kolozsvár/Cluj Attila Demény: Parafarm Kammeroper Libretto (nach George Orwells Roman Farm der Tiere): András Visky Napoleon Bálint Szabó Schneeball Levente Szakács Kleeblatt Zsejke Székely Mollie Zsófia Popovici Boxer Zsolt Dániel Benjamin V. Róbert Laczkó Hunde László Veress, Árpád Sándor Schafe Ildikó Sz. Veress, Enikő Pataki, Ildikó Páll Bühnenbild: Judit Dobre-Kóthay als Gast Kostüme: Katalin Starmüller Regieassistentin: Annamária Gombár Dirigentin: G. Katalin Incze Regie: Attila Demény "Parafarm ist eine surreale Vision, die, sofern sie in Richtung Orwell sieht, von ihm auch absieht, und folglich an jedem Ort und mit jedem geschehen kann. Dem Genre nach ist sie ein Aufeinandertreffen von Kammeroper und Tanztheater. Hinter der skizzenhaften, doch leicht verfolgbaren Geschichte wollte ich die möglichen Hypostasen der Macht zeigen." (Attila Demény) Attila Demény: Unvollendete Konjugation "Dieses Werk zu schreiben, sowie es gerade mit der Parafarm, der vor zehn Jahren entstandenen Kammeroper aufzuführen, hat zahlreiche Gründe. Ich suche nach der Verbindung zwischen den zwei Opern aus der Entfernung von zehn Jahren, ich suche mich in der Geschichte dieser zehn Jahre, an der Schwelle zum neuen Jahrhundert, in seiner Krise der Werte, seiner Codeänderung. Es ergab sich, daß ich die Provokationen der Wiederholungen, der Monomanien, der grotesken Erfolglosigkeiten zu Beginn unseres komischen ostmitteleuropäischen Jahrhunderts schreiben muß. Deshalb schreibe ich nach der Parafarm die Unvollendete Konjugation so, daß es weder Namen noch Rollen, sondern nur Zustände und Situationen gibt. Zu diesem Lebensgefühl erschien die gesungene Pantomime als geeignetstes Genre." (Attila Demény)
Kammeroper für Sänger, Instrumente, Sprecher und Puppen nach dem Schauspiel von Tibor Déry (Uraufführung) Sänger: Neugeborenes/2. Neugeborenes Mariann Falusi Vater Gábor Lengyel Nikodemos Péter Bárány Jungfrau/Stefánia Rajk Judit Puppenspieler: Gábor Czipott, Zsolt Csák, Erzsébet Csortán, István Kemény, Zsuzsanna Kenyeres, Judit Kovács, Judit Rusz, Anna Simándi Musiker: Zoltán Gyöngyössy - Flöte, Nándor Götz - Saxophon, Péter Burget - Posaune, Péter Ács - Kontrabaß, Boglárka Fábri - Schlaginstrumente, Balázs Horváth - Korrepetitor, Synthesizer "Ich habe keine Probleme. Ich bin unsterblich. Das Leben ist mir hörig, denn ich bin der Anfang..." Das Riesenbaby, das seit dem Augenblick seiner Geburt gehen, verstehen und sprechen kann, das sich selbst als Herr über Leben und Tod weiß, das sein Vater verkaufte, das wenige Stunden nach der Geburt im Zirkus gezeigt wurde, das aus Spiel mordet, ist ebenso unschuldig und naiv, wie ein alltägliches Neugeborenes. Oder doch nicht? Denn es weiß, daß es "nichts schöneres gibt, als wenn der Mensch hungrig ist und nicht satt wird, wenn er friert und keine Decke hat, wenn er krank ist und nicht gesund wird". Wenn jeder mit seinem Paradies zufrieden ist. Wenn - nach drei kurzen Akten - seine Zeit abgelaufen ist, muß es erkennen, daß man auf dieser Erde nicht ungestraft auf die Welt kommen, leben und sterben kann ... höchstens die Frage stellen: "Was war der Sinn meines Lebens? Und ich frage, was war der Sinn meines Todes?" Weitere Vorstellungen: 4., 8. November
Ein Abend mit Béla Faragó Gesichter des Lichts CD-Premiere Mitwirkende: Katalin Pitti und die Mitglieder des Voces Aequales Gesangsensembles (Zoltán Gavodi, Csaba Gyulai, Zoltán Mizsei), sowie Gergő Balázs - Violine, Samu Gryllus - Baßgitarre, János Nagy - Synthesizer Die Gesichter des Lichts [A fény arcai] - die dritte Platte von Béla Faragó - erscheint im Herbst 2002 bei der Binder Music Manufactury. Der Grundgedanke des nahezu eineinhalbstündigen Werkes war es, dem Tod nahe bzw. Todeserlebnisse durch Gesangsstimmen und Synthesizer zu formulieren, wobei - unter anderen - des Grablied des Seikilos (das älteste überlieferte Fragment europäischer Musik), die Zeus-Hymne des Aischylos, die Melodie der mittelalterlichen Dies irae oder byzantinische Gebetsfragmente ebenso als Inspiration dienten, wie der das jüdische Neujahr begrüßende Klang des Schofar oder auch die "toten" Klänge der im Handel erhältlichen Synthesizer, die jeder zum Klingen bringen und die man auch in den Dienst der Musik stellen kann. Bei der Aufnahme erklangen die Instrumentalpartien im Vortrag des Komponisten auf Synthesizer. Bei diesem Konzert hören Sie die Platte "live", sozusagen als Transkription. Zu den elektronischen Instrumenten und dem Computer gesellen sich auch akustische Instrumente und es erklingt eine neue, auf der CD fehlende Bearbeitung des Dies irae. (eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bárka Theater)
Konzert der After Crying Band und das Brass in the Five Quintett Die Blechbläserband ist - infolge ihrer in verschiedenen musikalischen Perioden und Gebieten übernommenen mannigfaltigen Rollen - besonders geeignet Klangverflechtungen spürbar zu machen, die unsere entzweite Musikkultur anders vorzustellen vermögen, als die "traditionellen" musikalischen Genres und Formen. Für dieses Spiel sind die musikalisch auf hohem Niveau ausgebildeten Mitglieder des Brass in the Five aufgrund ihrer musikalischen Vergangenheit und ihrer Praxis hervorragend geeignet, die Mitglieder der After Crying (zugleich Komponisten des Abends) beschäftigen sich regelmäßig mit ähnlichen Versuchen. www.aftercrying.com www.brass5.hu
Werke von György Kurtág Messages - für Orchester Op. 34 (1991-1996) Brief an Péter Eötvös Aus der Ferne - Hommage à Alfred Schlee 85 ... a solemn air ... - Hommage à Albert Simon 70 Lagebericht - Ein Wort an Zoltán Jeney Inscription on a Grave in Cornwall - Hommage à Sabine Tomek ...blumen die Menschen - an Zoltán Kocsis (... in memoriam Otto Kocsis ...) Splitter Op. 6/c - für Cimbalom New Messages - für Orchester Op. 34/a (1998-2000)* Merran’s dream (Caliban detecting-rebuilding Mirranda’s dream) Schatten - Message à Elmar Weingarten ... aus tiefer Not ... - un message à Madeleine Santchi Les adieux - in Janáčeks Manier (In memoriam Egon von Westerholt) Botschaft an Zoltán Peskó Merran’s dream (Caliban detecting-rebuilding Mirranda’s dream) - version für Streichorchester Stücke für Klavier aus Spiele und für Cello aus Signs, Games and Messages Vorklänge zu einer Bálint-Austellung für Klavier Doina für Klavier Der Glaube (aus Die Sprüche des Péter Bornemisza Op. 7) für Cello Les adieux in Janáčeks Manier für Klavier Zeichen Op 5b I (Agitato) - II (Giusto) für Cello Pilinszky János: Gérard de Nerval für Cello Spiel mit Obertönen für Klavier Hommage à J. S. B. (aus 12 neue Mikroludien) für Klavier Spiel mit Unterbrechungen für Klavier Kroó György in memoriam für Cello Schatten (Árnyak) für Cello Hommage à Paganini für Klavier Tears für Klavier Studie zu Hölderlin für Klavier Schatten für Cello und Klavier Grabstein für Stephan Op. 15/c (1978-1979, rev. 1989) für Gitarre und räumlich verteilte   Instrumentengruppen * (Ungarische Erstaufführung) Mitwirkende: Elena Casoli - Gitarre, Ildikó Vékony - Zymbal, Gábor Csalog - Klavier, Miklós Perényi - Cello, Chor des Ungarischen Rundfunks (Chorleiter: Kálmán Strausz) Dirigent: Zoltán Peskó "Im letzten Jahrzehnt erklangen György Kurtágs Werke oft im Rahmen 'komponierter Konzerte'. Das Wesen dieser besteht darin, daß der Komponist das Programm des Abends so gestaltet, daß die Beziehungen der nebeneinander gespielten Musikstücke und sogar ihre konkrete Verwandtschaft für den Zuhörer nachvollziehbar werden. So werden auch heute - ungewöhnlich für die Konzertpraxis der Gegenwart - Kammermusik und Werke für ein größeres Ensemble nebeneinander zu hören sein. Während der Titel des frühesten Werkes Splitter - ein Zymbal-Zyklus für vier Sätze - auf einen Band des Dichters János Pilinszky verweist, stellt der letzte Satz dieser durch volkstümliche Klagelieder inspirierten Trauermusik dem Jugendfreund und Musikerkollegen Stefan Romascanu ein Denkmal. Dieser Satz führt dann insofern weiter zu den weiteren Werken des Konzerts, als dies ein erstes Beispiel für jene in memoriam- bzw. hommage-Stücke ist, die Kurtág seit Jahrzehnten beschäftigen. Es gibt aber auch noch andere Verbindungen zwischen Splitter und dem 1988-89 entstandenen Grabstein für Stephan: ursprünglich sind beide für Gitarre komponiert; im ersteren wich die Gitarre dem Zymbal, während im zweiten die zentrale Rolle der Gitarre zwar erhalten blieb, sie sich aber als Soloinstrument in den Rahmen eines Ensembles von der Größe eines Orchesters einfügte. Das Orchester war für Kurtág lange Zeit ein fremdes Medium. An der Wende der 1980er und 1990er Jahre eroberte er die größeren Apparate mit Werken, in denen er das Ensemble in kleinere Instrumentengruppen gliederte, und diese an verschiedene Punkte des Konzertsaals stellte. Im Falle des Grabstein schwingen in den Rahmenabschnitten die feinen Echos der Gitarrenakkorde durch den Raum, um sich dann im Mittelteil zu einem markerschütterndem Aufheulen der Empörung über den Skandal
Das UMZE Kammerorchester und Gäste
György Kurtág jun.: The Hollow of the Deep Sea Wave (UEA) "Die neue Komposition von György Kurtág jun. (*1954) entstand auf Bestellung der Wiener Festwochen und verweist im Titel auf ein berühmtes Gemälde von Hokusai. Es ist vielleicht verwirrend von einer Komposition zu sprechen, denn der Komponist und Vortragende, der auf mehreren Synthesizer spielt, setzt die in seiner Phantasie festgeschriebenen Grundschemata von Mal zu Mal unterschiedlich um. Nach den Worten des Komponisten ist sein Werk eine Improvisation mit komponierten Elementen. Gleichzeitig wird diese Improvisation von einigen einfachen Grundthemen geleitet: die unmittelbare Gegenüberstellung der schärftsten Gegensätze, die durch das Streben nach dem Ausgleich der Kontraste ausbalanciert wird. Der Vortragende spielt gleichzeitig mit sich selbst und den Zuhörern: er achtet auf sein eigenes Spiel, um in Reaktion auf das Gehörte die Fortsetzung zu formen, und er achtet auf das Publikum, um dessen Reaktionen in die Improvisation einzubinden.
Einsamkeit "Die ganze Welt ist eine Bühne, und Schauspieler sind nur all die Frauen und Männer...' - Die Kunst von Péter Eötvös besteht in einer eigenen Paraphrase dieser Shakespeareschen Erkenntnis. All seine Kompositionen sind Theater, Töne oder Gesten sind seine Schauspieler. Der Musiker muß im Interesse der Vorstellung oft zum Komödianten, Rhetor oder Tänzer werden, und manchmal gesellt sich dem Instrumentalspiel Sprache oder Pantomime hinzu. Die Vielfalt seiner für die Bühne bestimmten Musik ist erstaunlich: als würde er in jedem neuen Werk eine immer neue Form der dramatischen Ausdrucksweise suchen. Arbeitet er mit Text, dringt er bis ins Innerste der Melodie und des Rhythmus der Sprache ein und holt aus ihr das Rohmaterial seiner Musik hervor. Bei der engen Wechselwirkung von Text und Musik wählt er stets eine neue Methode, als wollte er mit enzyklopädischem Anspruch alle Möglichkeiten kartographieren. Auch seine 'reinen' Instrumentalwerke ohne Handlung, Text und Effekte sind bühnen- oder filmartig. Er gibt auch zu: 'Ich möchte, daß durch das akustische Erlebnis beim Zuhörer die gleiche Vision entsteht, als wäre er im Theater. Es ist für mich eine wunderbare Vorstellung, das Sichtbare hörbar und das Hörbare sichtbar zu machen.' Stets begeht er 'verbotene' Grenzübertritte, nicht nur zwischen Genres, sondern auch zwischen Kunstrichtungen. Als würde er die archaische große Ordnung in sich wiederherstellen. Vielleicht ist das der Grund, daß er sich zwischen der Vortragskunst und der Kunstschöpfung nicht entscheiden konnte und beides betreibt. Bedenkt man, wie bewußt er während seiner Laufbahn all dies verfolgte, hat man das Gefühl, daß Eötvös nicht nur Protagonist, sondern auch Drehbuchschreiber und Regisseur beim Theaterstück des eigenen Lebens ist. Man sagt, das Drama blüht auf, wenn eine Kultur in eine Krise gerät, wenn die Menschheit die stürmischen Übergangszeiten ihrer Geschichte lebt. Kann es sein, daß sein unfehlbarer Instinkt den Komponisten gerade deshalb immer wieder zur Bühne treibt? Eines ist sicher: auf der Bühne der Musik des 21. Jahrhundert spielt Péter Eötvös bereits heute einige Hauptrollen." (Farkas Zoltán)
Konzert von Lux Nox anläßlich der neuen bei BMC Records erscheinenden CD György Kurtág jun.- digitaler Synthesizer, Chris Martineau - Bratsche und Gesang, Isabelle Cirla - Baßklarinette und Sopransaxophon, Roland Ossart - Melisson (analoger, modularer/custom made/ Synthesizer) Die vier Musiker/Komponisten der Gruppe machen gänzlich improvisierte Musik und überschreiten dabei jede frühere Erfahrung und Wirkung. Ihr Spiel ist keine "Ehe" - sagen wir zwischen Jazz, zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Technik oder Musiktheater -, sondern eine Geburt. Ihre zutiefst authentische, sinnliche Musik wird in der Kontinuität der Zeit in einem Augenblick geboren. Sie ist eine extrem lebendige Musik, die den strömenden Reichtum mit dem flüchtigen Seufzer, die Dichtung der weiten Klangräume mit dem feinen Klanggewebe an der Grenze der Stille zu vereinen vermag, und die in erster Linie die Sprache des gegenseitigen Vertrauens spricht. Dabei kommt es auch zu unerwarteten Ausbrüchen und insgesamt entsteht ein enorm dichtes Gewebe, dessen Pulsieren den Zuhörer fesselt. Damit dies aber wirklich entstehen kann, müssen auch wir uns in das Netz der gegenseitigen Aufmerksamkeit begeben, das die Musiker verbindet, und den Reichtum ihrer Klangpalette kennenlernen, das ineinander fließende, oft ununterscheidbare Klanggemisch aus traditionellen Instrumenten, Gesangstimme, analogen und digitalen Synthesizer. Man muß horchen und Acht geben, und zwar so konzentriert und vertieft, wie ein um sein Leben bangender Naturmensch im Dschungel den Geräuschen der wilden Tiere lauscht.
Konzert der Percussiongroup Amadinda In memoriam Iannis Xenakis Iannis Xenakis: Peaux Michael Askill: Spirals (Uraufführung) Iannis Xenakis: Okho (Ungarische Erstaufführung) Iannis Xenakis: Psappha Georg Katzer: Schlagmusik 2 Fredrik Andersson: The Loneliness of Santa Claus (Ungarische Erstaufführung) Váczi Zoltán: Asztali zene - beFORe JOHN8 (Uraufführung) mitwirkende: Szabolcs Joó, Gábor Pusztai - Schlaginstrumente Im vergangenen Februar verstarb einer der Klassiker des 20. Jahrhunderts, Iannis Xenakis. Sein Lebenswerk - das die Mathematik und die Architektur ebenso umfaßt, wie die Musik - ist unumgänglich geworden, welcher Meinung die Kritiker auch sein mögen. Das Genre des Schlaginstruments verdankt Xenakis sehr viel. Nach seinem 1969 entstandenen Werk mit dem Titel Persephassa - das beim Budapester Herbstfestival vor einigen Jahren zu hören war - komponierte er Dutzende Stücke für die verschiedensten Formationen vom Solo bis hin zum Sextett, wobei er die Schlaginstrumente oft auch mit anderen Instrumenten, zuweilen auch mit Gesang kombinierte. Bei diesem Konzert wird das Vielschichtige, das Xenakis' Kompositionen charakterisiert, durch seine rein für Schlaginstrumente komponierten Werke vorgestellt.
Dr. Konrad und Jazzband (Deutschland) Der die Fachgruppe Jazz und Popularmusik der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart leitende Professor ist musikalischer Leiter des Südpool-Quartetts. In der 1989 gegründeten, experimentelle Avantgardemusik spielenden Jazzband wechseln sich die herausragendsten Musiker Baden-Württembergs ab. Einer der berühmtesten Verehrer Bernd Konrads ist wohl Woody Allen: in seinem Film Hannah und ihre Schwestern spielt die LP mit dem Titel Traumtänzer des Stuttgarter Saxophonisten eine bedeutende Rolle. Nach den japanischen und amerikanischen Auszeichnungen erhielt Konrad im vergangenen Jahr auch den Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Győrfree Werkstatt Festival (siehe Győrfree)
Einlaß 21.00 Beginn: 22.00 Sziámi Musikensemble und die Stammgäste des Weltespressos sowie die trauriger-happy-Samstag-Sonntag Filme, Bilder, Stimmungen, Cocktails, Künstler, Zuhälter und Huren aus den 30er Jahren und der Zukunft. Nach den samstäglichen Selbstmörderhymnen fröhliches Sorgenvergessen mit Totentanz bis Sonntag morgen. "Städtische Hauptherzen im Herzen der Hauptstadt. Rezső Seres ist der größte Schlagerkomponist aller Zeiten. Er schrieb das Lied vom Traurigen Sonntag - Gloomy Sunday -, das in 40 Sprachen übersetzt wurde, auf den Platten von 135 Interpreten erschien und das bis heute von den größten Stars gesungen wird [...]. Er konnte keine Noten, hatte keine Stimme und auch klavierspielen konnte er kaum; in seinem ganzen Leben machte er keinen Schritt außerhalb der Pester Gettonacht, war ein doppelter Selbstmörder, von dem Otto Klemperer, der weltberühmte Dirigent ins Gästebuch des Restaurants Kispipa schrieb: 'nicht Musiker - nur Genie.' So ein Programm gab es noch nie, denn wir spielen es so, wie wir meinen." (Sziámi)
Tibor Szemző’s Gordian Knot Music Company - kinematographisches Konzert Unsichtbare Geschichte (siehe Bolygó Hollandok Literaturfestival)
Spiritus Noister - Kurt Schwitters: Sonate in Urlauten (siehe Literatur)
Cökxpôn Ambient Festival (siehe Cökxpôn)
Balogh Kálmán Gipsy Cimbalom Band (siehe Mediawave) Programme des Darshan Udvar
Jackie Orszáczky & Friends (Australien) Jackie Orszáczky & Friends plays the music of Frank Zappa
John Scofield Band (USA) überjam CD-Premiere
internationale Ausstellung, Symposium, Filmvorführungen, Web-Projekte und Publikationen Eröffnung: 18. Oktober 17.00
Eröffnung des Budapester Herbstfestivals: Gábor Demszky, Oberbürgermeister Eröffnet wird das diesjährige Budapester Herbstfestival in der Műcsarnok mit einer gemeinsamen Ausstellung der C3 Stiftung und der Műcsarnok/Kunsthalle, deren Ziel es ist, das menschliche Sehen mit der Hilfe von Kunstwerken, Demonstrationsmaterialien und interaktiver Multimedia als einen aktiven Prozeß, dem man sich mit historischen, kulturellen, technischen und neurobiologischen Methoden gleichzeitig nähern kann, darzustellen. Ähnlich wie bei den früheren erfolgreichen Ausstellungen Schmetterlingseffekt und Perspektive wird der umfassende, wissenschaftliche und historische Kontext durch Filmvorführungen, Vorträge und Publikationen komplettiert. (Partner bzw. freundlich unterstützt von: Nationales Kulturelles Grundprogramm, Goethe-Institut Inter Nationes Budapest, Institut Français de Budapest, Szépművészeti Múzeum, Albertina - Wien, Technisches Museum - Prag, Sammlung György Gadányi, Bibliothek der Ungarischen Universität für Bildende Kunst, Ungarisches Patentamt, Kunsthochschule für Medien /KhM Köln, Zentrum für Kunst und Medientechnologie /ZKM/ Karlsruhe)
19.-20. Oktober 10.00-18.00 Gehirn und Bild - wissenschaftliches Symposium "Der Weise hat seine Augen im Kopf;” (Prediger 2.14) Vortragende: Vilayanur S. Ramachandran (University of California, San Diego), Melvyn A. Goodale (University of Western Ontario, Kanada), Nicholas Wade (University of Dundee, Dundee), Jean-Pierre Changeux (Collège de France; Institut Pasteur, Párizs), Richard Gregory (Downing College, Cambridge), Thomas V. Papathomas (Rutgers University, New Jersey, USA), Siegfried Zielinski (Kunsthochschule für Neue Medien, Köln), Peter Weibel (ZKM, Karlsruhe), Jaroslav Andel (New York), David Melcher (Università Vita-Salute San Raffaele, Milano), Ilona Kovács (BME, Budapest und Rutgers University, New Jersey, USA), Gyula Kovács (BME, Budapest), Vidnyánszky Zoltán (MTA TKI, Budapest), Balázs Gulyás (Karolinska Institut, Stockholm) Symposium über die Beziehung der visuellen Künste und der Gehirnforschung. Im Zuge der Vorträge erhalten die Vertreter verschiedener wissenschaftlicher und künstlerischer Gebiete, Kunstschaffende und Forscher die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen ihrer Standpunkte und zur Untersuchung gemeinsamer Forschungsfelder. Ein nicht nur für das Fachpublikum interessantes und informatives Unterfangen. Kinoauge - Filmvorführungen während der Öffnungszeiten der Ausstellung
Open-air-Schilderausstellung des Artpool Art Research Centers In Texten, die wie in der Werbung gesetzt sind, zeigt das Artpool Art Research Center seit ca. 2500 Jahren gültige, auch heute noch aktuelle Aussprüche von 28 Dichtern, Philosophen und Rhetoren aus den Gebieten der Kunst, der Wissenschaft und der Politik.
Ausstellung junger österreichischer Architekten Finissage, Vorträge der ausstellenden Architekten Kurator der Ausstellung: Otto Kapfinger Kuratoren in Ungarn: Márta Branczik, Zsolt Gunther Dauer der Ausstellung: 13. September - 20. Oktober Den Abschluß der Ausstellung bildet ein Treffen mit Vorträgen, bei dem die Mitarbeiter der einzelnen ausstellenden Architekturbüros jeweils eines ihrer charakteristischen Gebäude vorstellen und über die Umstände seiner Entstehung sprechen. Das Architektur Zentrum Wien, das hochrangige Zentrum für zeitgenössische Architektur in Mitteleuropa, begann eine mehrere Jahre dauernde Ausstellungsreihe, in deren Rahmen die österreichische Architektur der nahen Zukunft vorgestellt werden soll. Die teilnehmenden jungen Architekten, die das kommende architektonische Bild Österreichs bestimmen werden, sind Vertreter der neuesten Strömungen, jenes heute vielleicht noch ungewohnten, minimalistischen Stils, der mit wenigen formalen Mitteln, unter Verwendung edler Materialien elegante, großzügige Räume und Bauten schafft. Die erste Ausstellung war bereits im September 2001 in Budapest zu sehen.
Tag der offenen Türen im C3 Im Fokus: das ZKM* *Zentrum für Kunst und Medientechnologie - Karlsruhe 18.00 C3 auditórium Der seit 1999 an der Spitze des ZKM stehende, bekannte Künstler, Kurator, Kunst- und Medientheoretiker spricht im Rahmen der großen interdisziplinären Ausstellung des ZKM darüber, welche Rolle den Bildern durch die Repräsentation von Wissenschaft, Kunst und Religion in der modernen Welt zukommt. Ist eine derartige Verwendung überhaupt legitim? Was ist das Wesentliche der Bilderzerstörung und Bilderanbetung? Der Vortrag ist Teil des im letzten Jahr gestarteten Forschungsprogramms des C3 mit dem Titel Bild und Perzeption. Außerdem stellt Peter Weibel das Karlsruher Medieninstitut vor und spricht über seine geplanten Projekte. 19.00 C3 auditórium Der die experimentellen Wege des Filmemachens und der Filmsprache erforschende Gábor Bódy hatte seine ersten internationalen Erfolge in Baden-Württemberg: seine 1976 entstandene Abschlußarbeit mit dem Titel American Torso bekam den Hauptpreis beim Mannheimer Filmfestival. Als der Regisseur 1980 bei der MAFILM die Möglichkeit bekam, eine experimentelle Sektion ins Leben zu rufen, entstand die Idee einer kinematographischen periodischen Publikation, der Infermental. Das internationale Periodikum, das frühere Experimente zusammenfaßte und Raum für neue bot, beschäftigte sich mit der Erforschung des Mediums und der Artikulation und den neuen Funktionen der Filmsprache. Der Lexikon-Teil regte das Einsenden unbekannter Filme an. Die erste Ausgabe der Infermental erschien vor zwanzig Jahren, 1982, das gesamte Material der Videoperiodika gelangte nach dem Tod Bódys in den Besitz des ZKM. Bislang war die gesamte Ausgabe in Ungarn nicht zugänglich, von nun an steht sie der Forschung im C3 zur Verfügung. Die Präsentation leitet die ehemalige internationale Koordinatorin der Infermental, die Historikerin Dr. Vera Baksa-Soós ein. 19.30 C3 Galéria Das ZKM sammelte zwischen 1994 und 1999 die herausragenden Werke interaktiver Medienkunst der Periode in einer einzigartigen Form. Artintact konzentrierte sich als Kombination von Buch und CD-ROM vor allem auf jene Werke, die im Rahmen des Residenzprogramms des ZKM in der zweiten Hälfte der 90er Jahre entstanden. Das Deutsche Medieninstitut publizierte dieses Jahr die Gesamtausgabe des "virtuellen Museums" des artintact in Form einer DVD-ROM. (Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage - mit freundlicher Unterstützung von Hungarofest) www.C3.hu/events/2002/nyiltnap2002/
Eröffnung: 22. Oktober 18.00 Die erste Ausstellung von Daniel Spoerri (*1930, Galaţi - Rumänien), des in der Schweiz lebenden Meisters der Assemblage und des Ready made, in Ungarn verspricht ein besonderes künstlerisches Schmankerl im Rahmen des Budapester Herbstfestivals. Der ursprünglich als Tänzer und Regisseur bekannte Spoerri wurde zum Verantwortlichen für Eat-Art innerhalb der Fluxus-Bewegung der 60er Jahre. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus diesen, sowie aus den später unter dem Titel Fallenbilder bekannt gewordenen Werken. Die neuesten Menüs des Restaurant- und Lebensmittelplaners waren unter dem Titel Les Menus-pièges im Frühjahr diesen Jahres bei der Pariser Jeu de Paume zu sehen. Bei der Eröffnung ist auch der Künstler anwesend.
Attitudes Genf zu Gast in Budapest Die 1994 von zwei Kunsthistorikern gegründete Genfer Attitudes ist eine der herausragenden Institutionen der Schweizerischen Kunstszene. In der Galerie und Werkstatt werden nicht nur Ausstellungen zeitgenössischer Kunst präsentiert, sondern auch Kolloquien, Buchpräsentationen und Diskussionsabende veranstaltet. In Zusammenarbeit mit Attitudes, die ein internationales Netz unabhängiger Institutionen bildender Kunst ins Leben rufen wollen, böte sich auch für junge ungarische Künstler die Möglichkeit zum internationalen Ausblick und Erfahrungsaustausch. In Budapest ist die Ausstellung dreier zeitgenössischer schweizerischer Künstler als Teil der gemeinsamen schweizerisch-ungarischen Veranstaltungsreihe der Genfer Attitudes, des Vereins Studio Junger Bildender Künstler und des Trafó zu sehen. 22. Oktober - 22. November Stúdió Galéria
Eröffnung: 22. Oktober 18.00 Kuratorin: Judit Pálfi (Stúdió Galerie) ausstellende Künstler: Jérémie Gindre, Tibor Gyenis, Endre Koronczi, Attila Menesi 22. Oktober - 22. Januar 2003 Lövölde tér
23. Oktober - 22. November Trafó Galéria Pierre Vadi arbeitet an einem Plan für eine "nächtliche" Installation, die den ganzen Raum der Trafó Galerie in Dunkelheit hüllt und transformiert. Die Trennwände, Labyrinthe und Lichtquellen, die ähnlich komplex wie Bühnenbilder oder Filmkulissen sind und auch geopolitischer Verweise nicht entbehren, und die für Vadi charakteristischen, auf Landkarten entstandenen Gemälde erschaffen um den Betrachter eine eigene Welt, die Details einer geheimnisvollen und unheilvollen Geschichte. Nach der Eröffnung wird im großen Saal des Trafó die Performance von Loopmatic aus Genf (Caroline Suard und Stéphane Détruche) zu sehen sein. Die zwei Schweizer Videokünstler zeigen mit acht Projektoren gleichzeitig eigene und "gefundene" Filme. Wir baten zwei ungarische DJs, das visuelle Werk zu ergänzen. Ihre Musik und die endlosen, simultanen Bilder von Loopmatic vereinigen sich somit zu einem dynamischen und spektakulären audiovisuellen Party-Erlebnis.
Parallele Wirklichkeiten (5+1=2) Eröffnung: 24. Oktober 18.00 Im Ausstellungsraum P60 des Artpool wird ein der Fluxus-Bewegung gedenkendes Ausstellungshappening zu sehen sein. Die Ausstellung bewegt sich rund um das Thema 5+1: Zweifel/Zweiheit - Anzweiflung/Bedenken - Symmetrien - Dissymmetrie/Symmetrieverstoß - Paradoxon/Paraphänomene. Im wirklichen Raum - und auch im (virtuellen) Internet - erscheint ein ganzheitliches Weltbild in einem aus voneinander unabhängig existierenden, jedoch aufeinander einwirkenden Vorstellungen zusammengebauten Projekt.
Der "Lieblingsgriff" von Sándor Pinczehelyi ist es, seine neuesten Werke neben die in den 1970er und 1980er Jahren entstandenen zu stellen und zu untersuchen, was sie einander sagen, ob sie eine gemeinsame Sprache finden. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Beispiele für diese Praxis gesehen. Gleichzeitig wurden wir Zeugen bedeutender Themenwechsel, denn die früheren emblematischen Grafiken, Bilder und die vom Alltag handelnden, aus persönlichen Erfahrungen des Alltags schöpfenden neueren Werke nehmen den regen Dialog miteinander auf. Pinczehelyi ist in seinen Mitteln nicht wählerisch, das, was er mitzuteilen hat, tut er mit Hilfe von verschiedenen Vorgangsweisen und Techniken - von der Photographie bis zur Installation. "Die Beziehung, die zwischen dem Künstler und seinen immer wieder wiederholten Bildgegenständen besteht, ist scheinbar sehr frivol, zuweilen von Humor und Selbstironie durchdrungen." (György Várkonyi)
Ausstellung der Gruppe angewandter Künstler “Modern Etnika” Transsylvanische Impressionen Eröffnung: 24. Oktober 17.00 Die Gruppe angewandter Künstler "Modern Etnika" zeigt auf Einladung des Komitatsalons der Stiftung für die Kunst Trassylvaniens eine Sammlung von Transsylvanien beeinflußten, heutigen Trachten. Das im Laufe der Jahrhunderte entstandene Gefühl für Proportionen in der Tradition der Volkskunst, die Romantik, die Leidenschaft, die pulsierenden Rhythmen der einfachen Linienführung, gedämpfte Farbharmonien, heitere Menschenliebe und sichere Kenntnisse des Handwerks charakterisieren die Arbeiten der Gruppe.
Promenade 1. Lóránd Hegyi startet mit einer Serie ästhetisch-kunstphilosophischer Gespräche, deren Schauplätze verschiedene Großstädte Europas sein werden. Der Kunsthistoriker und Museumsdirektor wählte Budapest und die Galerie Secco als erste Begegnungsstätte. Gesprächspartner: Pierre Restany Kunsthistoriker, Chefredakteur der Zeitschrift DOMUS, Bertrand Lavier französischer Künstler, Iván Bojár Kunsthistoriker, Chefredakteur der Zeitschrift OKTOGON, László Márton Schriftsteller, Károly Kelemen Maler eingeladener, ausstellender Künstler: Károly Kelemen
Die Sammlung Makarius Eröffnung: 29. Oktober 18.00 Auf der Ausstellung der Europäischen Schule treffen wir auf in Ungarn bislang nicht gezeigte Werke von u.a. Margit Anna, Imre Ámos, Endre Bálint, Jenő Barcsay, Tihamér Gyarmathy, Dezső Korniss, Tamás Lossonczy, Ferenc Martyn, Endre Rozsda und Piroska Szántó.
SUbjektiver autoBUS Subjektive Busfahrten mit ungarischen Filmemachern organisiert von film.hu Abfahrt vom Parkplatz hinter der Műcsarnok in ungarischer Sprache Wieder steigen wir in den Bus, um sechs Tage lang in den verborgenen Winkeln von Donaupolis zu wandeln. Die Touren werden diesmal nicht von Dichtern, sondern von Regisseuren , Kameramännern und ihren Gästen geführt. Nach den Künstlern der Worte lehren uns nun die Träumer der Bilder, gewohnte Straßenecken aus einer neuen Perspektive zu betrachten, ihre persönlichen Geschichten hauchen den bis zur Langeweile bekannten, verstaubten Häuserfronten neues Leben ein. Budapest - mit etwas anderen Augen ... Das Fassungsvermögen der Busse ist begrenzt!
Ikonostas II Die neuesten Etüden der ungarischen glaubensgeschichtlichen Serie von Orsolya Székely "Der Glaube ist ein Geheimnis. [...] Unsere Geschichte wurde aus der Sicht des persönlichen Glaubens noch nicht aufgearbeitet. Die gegenseitige Ungeduld der Religionen, die dem Glauben eine Form geben, bot dazu bislang keine Möglichkeit." (Orsolya Székely) 23. Oktober 18.00 Galeerensklavenprediger (Regie: Ferenc Grunwalsky)
Tschechische, polnische und slowakische Filme (siehe Bohemia V4)
Budapest Film Premiere Goldene Stadt
Kamera: Gábor Marosi Der Film handelt von der Liebe einer schizophrenen Hure und eines Motorradpolizisten. Es ist schwierig in die Goldene Stadt zu gelangen...
Tschechische und polnische Filme (siehe Bohemia V4)
Holländische Filme
AKTion 2. November 19.00 Phil Mullroy - Filme vom Großmeister der morbiden Animation 3. November 19.00 Auswahl aus preisgekrönten Filmen des Mediawave Festivals 2002 Dialing the Devil (Regie: Toon Aeers, Belgien) 21.15 Kálmán Balogh Gipsy Cymbalo Band
Flucht in den Kurzfilm 5. Französisch-ungarisches Kurzfilmfestival eine Auswahl aus den ausgezeichneten Filmen des Internationalen Festivals in Clermont-Ferrand (Frankreich) und ungarischen Kurzfilmen eine Veranstaltung des Banán klub
Tram-Partie mit Belletristen am Donauufer Die Gesellschaft der Belletristen begeht erstmals am 26. Oktober 2002 eine Tram-Partie der Belletristen, zu der alle Literaturliebhaber, Stadtbewohner, Besucher und Touristen, die sich unterhalten oder etwas fragen möchten, herzlich eingeladen sind. An Bord gibt es Musik, Interviews, Gedichte, Minuten-Novellen, lockere Unterhaltung und auch neue oder alte Bücher werden signiert - jeder sollte alles mitbringen, das einer Unterschrift bedarf. Bei der Endstation an der Margit híd (Margarethenbrücke) wird für das leibliche Wohl gesorgt und es gibt dort auch Bücherstände. Kommen Sie, genießen wir eine der schönsten Städte der Welt in guter Gesellschaft, in Farbe, auf einer breiten Leinwand und gestochen scharf von unserem Lieblingsfortbewegungsmittel aus!
Bolygó Hollandok - Holländisches literarisches Festival (siehe Bolygó Hollandok)
Sonate in Urlauten für zwei Gesangsstimmen und musikalische Umgebung (Ungarische Erstaufführung und CD-Preview) Die auch international bekannten ungarischen Dichter und Tonkünstler arbeiten seit 1994 in der Formation Spiritus Noister zusammen. In ihren neuen Werken zielen Sie auf eine dicherisch-musikalische Neuinterpretation wesentlicher Werke der historischen Avantgarde ab. Diesmal präsentieren sie die Sonate in Urlauten von Kurt Schwitters, einem der bedeutendsten Avantgardekünstler des Jahrhunderts. An diesem grundlegenden dichterischen Werk arbeitete Schwitters zehn Jahre lang zwischen 1922 und 1932, die Tonaufnahme der finalen Version besorgte der Künstler 1932 selbst. Die grundlegende Eigenheit der Ursonate ist das äußerst streng gehaltene Gefüge aus musikalischer Großform und dadaistischer Sprachinvention. Der Text des Werkes besteht ausschließlich aus Phonemen bzw. Phonemgruppen, aus denen Schwitters mit der progressiven Entfaltung des Sprachmaterials, dem eigenartigen System der Wiederholungen und genauen musikalischen Instruktionen eine komplexe und klare Struktur aufbaut. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts haben sich zahlreiche Künstler (z.B. Giuliano Zosi, Eberhard Blum, Jaap Blonk) an der Ursonate versucht, doch bislang blieben sie bei einer puristischen, vokalischen Interpretation des ursprünglichen Textmaterials. Die größte Erneuerung von Spiritus Noister ist, daß sie mit der rein deklamatorischen und monologischen Interpretation des Werkes brechen: in einem komplexen vokalischen und musikalischen Raum überdenken sie die heutigen Bedeutungsmöglichkeiten der Ursonate und lassen sie - während sie den Buchstaben und dem Geist des Originals treu bleiben - gemäß einer neuen Auffassung und mit zeitgenössischen Klanginstrumenten erklingen. Aus dem Reichtum der möglichen Interaktionen zweier Dichter und zweier Musiker entfalten sich die heutigen, aktuellen Inhalte dieses kulturhistorisch bedeutsamen Werkes.
Schriftsteller, liest Meisterwerke! Ungarische Schriftsteller lesen Werke von Zeitgenossen im Schaufenster der Schriftstellerbuchhandlung (Írók boltja) Es lesen: Zsófia Balla, Ildikó Boldizsár, Virág Erdős, Péter Esterházy, Pál Ficsku, János Háy, Zoltán Kőrösi, Endre Kukorelly, László Márton, Ádám Nádasdy, Lajos Parti Nagy, János Térey, Krisztina Tóth, Pál Závada Lesen ist im Grunde genommen eine einsame Tätigkeit, hier aber wird es vor unseren Augen zu einem wirklichen Publikumserlebnis. Wir können den herausragenden Persönlichkeiten des ungarischen literarischen Lebens zuhören, wie sie in einem Kaffeehaus - im Schaufenster der Schriftstellerbuchhandlung, dem einstigen Kaffeehaus "Japan" -, sich halbstündlich abwechselnd, etwas von ihren Lieblingsautoren der Gegenwart, in Begleitung eines Kaffees, lesen. Die gelesenen Texte werden nicht nur in der Buchhandlung, sondern auch auf der Straße zu hören sein. Kommen Sie vorbei, tätigen Sie ihre Einkäufe in der Gegend und hören Sie, was Lajos Parti Nagy, Ádám Nádasdy oder Krisztina Tóth in ihrer Freizeit lesen! Und wenn Sie Lust bekommen, einen Tee zu trinken, oder das eben gelesene Gedicht Ihr Interesse geweckt hat, kommen Sie einfach in die Buchhandlung, denn dort finden Sie es sicher!
Zwischen Café Anna und der Csók Galerie Tamás Király ShowOh, my Way Produktionsleiterin: Katalin Nádor Regie: Péter Sziámi Müller Tamás Király ist eine bestimmende, jedoch schwer bestimmbare Persönlichkeit des internationalen Modelebens. Der Modediktator der 80er Jahre ist wahrhaftig ein Künstler, der sich anfangs mit strengen geometrischen Formen, später mit der Kunst des Glamours beschäftigte. Er war der erste, der nicht nur dem medial bestimmten Massengeschmack entsprechende Schönheiten auf den Laufsteg brachte und damit ein an jeweiligen Trend ausgerichtetes Schönheitsideal in Frage stellte. Als erster veranstaltete er Modespaziergänge, lebendige Auslagen-Shows. Er ist ein experimenteller Typ, für den die eigenen Werke den Maßstab abgeben. Deshalb konnte er sich mit keiner Moderichtung identifizieren. Er nahm das Adjektiv alternativ auf sich, und doch beeinflußte er zahlreiche heutige Stars des heimischen Modelebens. Von der Vogue bis zum I-D, im amerikanischen und im japanischen Fernsehen ist er ein Liebling der Medien, der Stern nannte ihn sogar einen "Modepapst". Regelmäßig nimmt er an weltberühmten und namhaften Ereignissen des Branche teil und war mehrmals mit der ebenfalls für ihre Radikalität bekannten Vivienne Westwood auf einem Laufsteg zu sehen. Letzten Herbst bezauberte er das Publikum der London Excel.
EDE hält sich - wegen des Moratoriums vor den Kommunalwahlen - aus Selbstkontrolle bEDEckt. Unser Festival ist deshalb nicht so breit wie ursprünglich geplant, sondern viergeteilt. Auf Stimmenfang gehen ist nicht erlaubt, die Stimmung heben kann man aber in dem mit Wandverhängen geschmückten, zu einer gigantischen Küche verwandelten Ausstellungsraum, oder in den Kneipen und Restaurants der Straße. 0. 15.30 Paulay Ede utca 4. (Gedenktafel v. E. Paulay) 1. 16.00-17.30 VISTA Rendezvényterem 2. 18.00 VISTA Rendezvényterem 3. 19.00 VISTA Rendezvényterem 4. 19.30 Új Színház und: VISTA Kávéház
REGEN-Tage ESŐ (Regen) ist eine in Szolnok vierteljährlich erscheinende Literaturzeitschrift. Ein Teil der Autoren lebt in Szolnok oder Umgebung, ein anderer Teil stammt von dort, ein dritter Teil ist geographisch nicht mit dieser Region verbunden. Die Regentage bieten eine Auswahl aus den Arbeiten der Schriftsteller und bildenden Künstler des Blattes. 23. Oktober 20.00 24. Oktober 20.00 (eine gemeinsame Veranstaltung der Literaturzeitschrift ESŐ und des MU Theaters)
Die diesjährige Veranstaltung scheint zwar mit der 13jährigen Tradition des Bohemia Festivals zu brechen, doch die Ausweitung des Ereignisses ist nur ein vorübergehender Schritt. Gemäß unseren Plänen ist das Bohemia Festival nächstes Jahr wieder eigenständig, und gleichzeitig startet mit der Teilnahme der Visegrádstaaten ein eigenständiges mitteleuropäisches Festival. Die Wurzeln der diesjährigen Veränderungen sind in einem politischen Schritt zu suchen. Infolge einer unüberlegten Äußerung schien im Frühjahr die eben erst belebte Zusammenarbeit der Visegrádstaaten wieder auseinander zu brechen. Aus diesem Anlaß entschied sich der Prager Bierritterorden, die mitteleuropäische Zusammenarbeit zumindest auf dem Gebiet der Kultur durch die Erweiterung des Bohemia Festivals am Leben zu erhalten. Glücklicherweise scheinen sich die Dinge seither zu bessern, die Idee aber bleibt. Wie hoffen, zur Freude aller. 22. Oktober - 14. November Szlovák Intézet 23. Oktober Örökmozgó 24. Oktober 16.00 Írók boltja 24. Oktober 18.00 Lengyel Intézet 24. Oktober 21.00 Örökmozgó 25. Oktober ab 15.00 Merlin Színház ab 18.00 Iskolaterem
Győrfree Werkstatt Festival "Die Györfree Werkstatt wurde im Jahre 2000 in Györ gegründet [...]. Das Ziel dieser mittlerweile zum integralen Bestandteil des heimischen und internationalen Kultur- und Musiklebens gewordenen Einrichtung besteht darin, die ungarische Musik und den ihr innewohnenden Geist lebendig zu halten, bei dessen Förderung die bereits in den 80er Jahren berühmten Jazzkonzerte von Györ eine große Rolle spielten. Die Györfree Werkstatt möchte an der Jahrtausendwende zur Hebamme jener auf dem Fundament der musikalischen Traditionen und entlang der stets wichtigen Improvisation entstehenden Musik werden. Dieses Ziel möchte sie mit ihrer Tätigkeit als Organisator, Werkstattgründer, Konzertveranstalter und Plattenproduzent verfolgen." (György Szabados) 25. Oktober 20.00 27. Oktober 20.00
Mitwirkender: István Grencsó - Saxophon Grencsó Kollektiv Schwarzbrot István Grencsó - Saxophon, Róbert Benkő - Kontrabaß, György Jeszenszki - Schlagzeug Klavierkonzert von György Szabados Győrfree Werkstatt - III. mit den Mitwirkenden des Abends Begleitprogramme: Verkauf von Publikationen, Vorführungen, Gespräche Die Ausstellungen sind während der Dauer des Festivals zu besichtigen.
Bolygó Hollandok - Holländisches Literaturfestival Sieben international gefeierte niederländische Schriftsteller werden Budapest besuchen, um mit ihren ungarischen Kollegen, mit Künstlern und Musikern Ideen auszutauschen. Organisiert wird das Festival von der Stiftung für die Produktion und Übersetzung niederländischer Literatur in Zusammenarbeit mit dem Bárka Theater. Es werden Vorlesungen, Lesungen und Gesprächsrunden abgehalten, niederländische Filme gezeigt, Stücke aufgeführt und Musik dargeboten. Eine Ausstellung des Fotografen Hans van der Meer wird diesen reichen Überblick über die moderne niederländische Kunst abrunden. Fotoausstellung von Hans van der Meer 26. Oktober 27. Oktober 26.-27. Oktober
24 Oktober 18:00
OFF PROGRAMM
Károlyi Palota
25. Oktober 16.00
OFF PROGRAMM
Dürer Café, ELTE BTK
28. Oktober 16.00
OFF PROGRAMM
Dürer Café, ELTE BTK, Pázmány sétány 1/A
20.00 Chrom & Crimson Musikforscher - durch eine Kostprobe aus ihrer Sammlung spannen sie ihr feines Netz zwischen den voneinander weit entfernt liegenden Punkten der breiten musikalischen Palette. 21.30 Amira Orientalisches Tanztheater bei dem die vier Elemente heraufbeschworen werden - tanzende Phänomene geben einen Einblick in die Märchen aus Tausenundeiner Nacht 23.00 ZUM Ensemble Ewig Experimentierende - in ihrer neuesten Formation lassen sie Stammestrancerituale in einer modernen, elektroakustischen Version lebendig werden 00.20 Krisztián Gergye: zeitgenössischer Tanz aus Java Der in Indonesien ausgebildete Künstler verbindet in seiner eigenen Choreographie archaische und moderne Elemente. 01.30 Ion Koncert zeitgenössische Musik - in der sich Stilelemente der elektronischen Musik, des ambient punk und des dark vermischen 02.40 Pabloslam expressive live act Der Komponist aus Venezuela verkörpert die eigenen überirdischen Gefühle mit Ton, Gitarre und elektronischen Instrumenten. 03.40-08.00 Naga Tanzmagier - nur wenige wissen, daß er als Anthropologe das Verhältnis zwischen Musik und Mensch erforscht. Die Musik zwischen den Vorstellungen präsentiert: Chrom & Crimson Trance Repro Co. Eintritt ohne Schuhe! (Schlafsack und Pantoffel sind mitzunehmen!) Änderungen vorbehalten!
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