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23. März Musikakademie, 19:30 Uhr
Gary Burton und Makoto Ozone
I. Gedenken an berühmte Vibraphonisten Lionel Hampton (Opus Half), Red Norvo (Hole In The Wall), Milt Jackson (Bags Groove) und Cal Tjader (Afro Blue) II. Jazz-Improvisationen zu Klassikern Ravel, Scarlatti, Rachmaninoff, Gershwin III. Piazzolla-Tangos Gary Burton und Makoto Ozone
Gary Burton machte sich aus dem US-Staat Indiana in Richtung Osten auf den Weg; er arbeitete mit George Shearing und Stan Getz, er war der erste, der mit vier Schlägern Vibraphon spielte. In den 70-er Jahren baute er zusammen mit dem Pianisten Chick Corea sogar mehrere Alben auf das Zusammenspielen der beiden Instumente. Eins erschien unter dem Titel Crystal Silence, Duet, das andere ist das doppelte Konzertalbum In Concert, Zürich, 28. Oktober 1979. Das JazzSet feiert die ersten Stationen dieses gemeinsamen Klangs von Vibraphon und Klavier mit Burton und Makoto Ozone. Makoto, das Jazz-Talent aus der japanischen Stadt Kobe ist einige Jahrzehnte jünger als Gary Burton. Er studierte am Berklee College of Music in Boston, wo Gary bereits seit langem unterrichtet. Makoto fühlte sich anfangs vor allem vom Ragtime angezogen, dann beschloss er, der schnellste Musiker in aller Welt zu werden. Er wollte so spielen wie Oscar Peterson. Heute erkennt er bereits an, dass er seinerzeit Angst hatte, seine eigene „Stimme“ zu finden. Eines abends spielte Makoto bei einem Empfang des Lehrstuhls im Hintergrund, als er das Rampenlicht vergaß, unbefangen spielte und sich selber präsentierte. Burton wurde auf ihn aufmerksam und Makoto erinnert sich so auf seine Worte: „Du kannst also doch Klavier spielen“. Gary mit seinem trockenen Humor und Makoto mit seinem Lächeln bilden ein super Team. Burton und Ozone brachten im Mai 2002 ihr gemeinsames Album unter dem Titel Virtuosi heraus. Vor kurzem traten sie mit dem Gastgeber von JazzSet, Dee Dee Bridgewater gemeinsam in Moskau auf. Seiner Meinung nach hätten die Russen sie angebetet. Die Regatta Bar in Cambridge veranstaltet wöchentlich fünf Live-Jazzaufführungen. Dienstags und mittwochs treten Talente aus Boston, an den Wochenenden internationale Berühmtheiten auf. |
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28. März Musikakademie, 19:30 Uhr
Jazz Orchestra of the Concertgebouw und das Budapest Jazz Orchestra
Jazzband von Concertgebouw
Die Zahl der talentierten Jazzmusiker ist in den Niederlanden auch nicht geringer als weltweit. Einen ersten Schritt auf dem Weg zur Koordinierung von Talent und Repertoire in einer Art von amerikanischer Big Band war die Gründung der New Concert Big Band im Jahr 1996. Der Pianist Henk Meutgeert, bekannt auch durch seine Transkriptionen, der Bassgitarrist Frans van Geest und der Schlagzeuger Hans Dekker gründeten gemeinsam die Big Band, die dank der Veranstaltungen von Concertgebouw Amsterdam bereits nach kurzer Zeit als Jazzorchester von Concertgebouw bekannt wurde. Henk Meutgeert gestaltet und komponiert die Musik der Band, indem er auf umfassende und abwechslungsreiche Quellen zurückgreift. Das Erfolgsgeheimnis liegt zum Teil in den ausgezeichneten Gastsolisten. Oft laden sie Vertreter der unterschiedlichsten Traditionen ein. Dadurch sichern sie Henk Meutgeert auch die Möglichkeit, seine Transkriptionen durch hinreißende Stilübergänge und Details abwechslungsreicher gestalten zu können. In den letzten Jahren trat die Band mit so namhaften Künstlern auf wie Joe Henderson, Lee Konitz, Lew Tabackin, Misha Mengelberg, Han Bennink, Madeline Bell, Joe Lovano, Johnny Griffin, James Carter, Simon Nabatov, Monty Alexander, Rita Reys, Bert Joris, Cedar Walton, Wolter Wierbos, Ronald Snijders, Richard Galliano, Michel Portal, Yuri Honing, George Coleman, Mathilde Santing, Miranda van Kralingen, Roy Hargrove, Michiel Braam, Dado Moroni und Dee Dee Bridgewater. |
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28. März Nationales Filmtheater Urania, 19:30 Uhr
Klezmer Nova
Das französische Ensemble ist eines der originellsten Klezmer-Formationen der letzten Zeit. Viele Kritiker begrüßten sie als Erneuerer der Klezmer Musik. Die Ensemble-Mitglieder sind: Claude Brisset (Bassgitarre), Philippe Dallais (Schlaginstrumente), Guillaume Humery (Klarinetten), Oliver Hutman (Klavier), Matthias Mahler (Posaune), Yann Martin (Trompete), Michael Nick (Violine) sowie der Bandleader und Komponist der meisten Titel, Pierre Wekstein. Bei der Gestaltung des Repertoires setzte der Saxophonist und Komponist den Akzent in erster Linie auf die eigenen Werke. Auf ihrer jüngsten CD von 2003 unter dem Titel Delicatessen gibt es nur zwei traditionelle Klezmer-Bearbeitungen. Eine weitere Besonderheit dieser CD ist, dass über die Musik hinaus die jüdische Küchenkunst wie ein Kaleidoskop dargestellt wird; jeder Titel ist nämlich die musikalische Transformation je eines typisch jüdischen Gerichts oder eines gastronomischen Brauchs. Der musikalische Besuch in der Küche der „Yiddishen Mama“ hat natürlich auch so seine Gefahren, darauf macht der Text auf der CD-Verpackung aufmerksam: In gewissen Fällen kann die CD rasche und unwiderrufliche Pluspfunde verursachen. Die Klangwelt der Band wird über die Klezmermusik hinaus vor allem durch den Jazz geprägt. Einen besonderen Farbtupfen bedeuten die Klaviersoli und Jazz-Harmonisationen von Olivier Hutman. Die Bläser sind ohne Ausnahme ausgezeichnete Virtuosen und Improvisationskünstler. Mit beispielloser Beugsamkeit balancieren sie zwischen den Welten des traditionellen Klezmer-Vortragsstils und des improvisativen modernsten Jazz’. Ihr Auftritt in Budapest verspricht, das heißeste Konzert des Frühlings zu werden.
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29. März Nationales Filmtheater Urania, 21:00 Uhr
Jazzkonzert in memoriam János Gonda
Mit: Trio Elemér Balázs, Trio Midnight, Duo Károly Binder - Mihály Borbély, Band Attila László Jazzkonzert zu Ehren von János Gonda
Er studierte an der Budapester Musikhochschule Franz Liszt zuerst Musikwissenschaften, später erwarb er sein Diplom als Pianist. Nach Abschluss seiner Studien im Jahr 1962 gründete er das Ensemble Qualiton (mit Kammermusik-Charakter), mit dem er das erste Album seiner Plattenserie „Modern Jazz“ aufzeichnete. Mit seinen Ensembles konzertierte er in zahlreichen Ländern; 1965 und 1972 gastierte er längere Zeit in Australien, später trat er in Solokonzerten auf. Seine Werke sind vor allem Jazzstücke, darüber hinaus komponierte er Filmmusik, Ballett- und Begleitmusik. Seine Bücher sind Lückenfüller unter den Werken über Jazz-Geschichte, bzw. den Studien zur Analyse der Jazz-Theorie. Zu János Gondas Schülern gehörten solch namhafte Musiker, wie János Gárdonyi (Berklee College of Music, USA), Viktor Bori (Konservatorium Rotterdam), László Süle (Helsinki /Konservatorium Oulunkylä), Károly Binder, Róbert Rátonyi jun., István Regős (Jazz-Seminar an der Musikhochschule Franz Liszt, Institut für pädagogische Ausbildung), János Nagy, Kálmán Oláh, Frigyes Pleszkán (Sieger internationaler Musikwettbewerbe). Regelmäßig hält er Vorträge und Meisterkurse an Universitäten und Musikhochschulen im Ausland. Er übt eine ausgedehnte künstlerische und organisatorische Tätigkeit aus. János Gonda ist Ehrenvorsitzender des Ungarischen Jazz-Verbandes, gegründet 1990, und Vorsitzender der Gesellschaft für Musiklehrer. |
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