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20. März
Kongresszentrum Budapest, 19:30 Uhr
Julia Migenes
– Tango Show „La Argentina”
Mit: Osvaldo Calo / Klavier,
Mauricio Angarita / Bassgeige,
Victor Villena / bandoneon,
Alejandro Schwarz / akustische Gitarre, Sébastien Couranjou / Violine
Technischer Leiter: Dominique Teppa
Julia Migenes - Tango-Show "La Argentina"
Julia Migenes wurde in New York geboren, ihre Mutter kam aus Puerto Rico, ihr Vater war Grieche. Ihre Berufswahl entschied sich, als sie als Kind die Rolle der Tochter von Madame Butterfly bekam. Einige Jahre später lernte sie an der Kunst- und Musikschule in Manhattan. Da wurde Leonard Bernstein auf sie aufmerksam und holte sie als Solistin in eines seiner Jungendkonzerte. Sie war in der ursprünglichen Rollenverteilung von Anatevka an der Seite von Zero Mostei, sie spielte die Maria in West Side Story.
Ihre Karriere als Opernsängerin begann mit einem Einsprung (New York, MET, Lulu). Ihr Ruf erreichte auch Europa. Maurice Béjart fand in ihr die ideale Salome, eine wunderschöne Sängerin, die auch tanzen kann. Diese Rolle verhalf Julia Migenes auch zur Filmrolle. Der italienische Regisseur Francesco Rosi bereitete sich auf die Dreharbeiten von Carmen vor, auch er suchte nach einer Darstellerin, die sowohl tanzen, als auch singen kann und gleichzeitig auch entsprechend erotisch ist, um das Feuer der Leidenschaft darstellen zu können. So bekam Julia Migenes die Rolle in einer Produktion, die heute bereits als Kultfilm in der Reihe der Opernfilme zählt. Für die Tonaufnahmen im Film erhielt Julia Migenes den Grammy. Der Weltruhm, den ihr die Rolle der Carmen brachte, bedeutete für sie gleichzeitig auch den Zutritt zu den bedeutendsten Bühnen der Welt.
Julia Migenes zeichnete bisher über 20 Platten auf. Unter den Arbeiten der letzten Jahre ragen folgende Aufnahmen hervor: Vienna, dirigiert von Lalo Schifrin, die sechs Monate nach Erscheinung zur Goldenen Schallplatte wurde; Man of la Mancha (1996) – Dirigent und Arrangement Paul Gemignani unter Mitwirkung von Placido Domingo, Samuel Ramey und Mandy Patinkin; The music of Franz Lehar und Robert Stolz für das BBC im Jahr 1999 sowie die Donizetti-CD Catarina Cornaro aus dem Jahr 2000.
1998 schrieb sich Julia Migenes einen selbstständigen Soloabend unter dem Titel ‚Diva am Rande des Nervenzusammenbruchs’. Da gab sie ihrem beißenden Humor erstmals freien Lauf und verhöhnte die Gattung der Oper. Diesen Abend trug sie 1999 auch in französischer Sprache in Paris und im französischen Sprachraum Europas vor. 2001 inszenierte sie die Aufführung ‚Lateinische Leidenschaften’, in der sie u. a. die Musik, Tänze aus der Heimat ihrer Ahnen, kubanische Lieder und Tänze, den Flamenco und Tango bearbeitet. Diese Produktion führte sie im März 2002 auch auf der Olympischen Bühne in Paris vor. 2003 singt Julia Migenes in der neuen Oper von Peter Eötvös, in Angel in America eine der Hauptrollen. Diese Oper wird im Théâtre du Châtelet sowie auf zahlreichen bedeutenden Bühnen der Welt aufgeführt.

23. März
Thália Theater, 19:00 Uhr
Piazzolla: Maria de Buenos Aires
Tango–Oper. Astor Piazzollas einzige Oper über die spannende Geschichte des Tangos, in ursprünglicher Version.
Mit: Vanessa Quiroz, Juan Vitali, José Angel Trelles / Gesang, Walter Castro / Bandoneon
Musikalische Leitung: Pablo Ziegler
Regie: Wim Trompert
Choreographie: Annabelle Lopez Ochoa Kostüm: Aziz Bekkaoui
Requisiten: Eric Goossens
Licht: Uri Rapaport
Ton: Paul Jeukendrup
Dramaturgie: Gustavo Pazos
Maria de Buenos Aires
Astor Piazzollas einzige Oper über die spannende Geschichte des Tangos, in Originalfassung. Holländisch-argentinische Koproduktion, in spanischer Sprache.
Astor Piazzollas hochstrebendes Werk, in dem fast alle Elemente seiner Kompositionen aufzufinden sind. Das Thema ist einerseits die Umwerbung von Maria, dem personifizierten Tango, der Seele von Buenos Aires, andererseits auch der Protest gegen jene, die ihn nur für ihre Geschäfte verwenden wollen.
Piazzolla und sein Librettist, Horacio Ferrer erzählen die Geschichte mit Hilfe von süd-afrikanischen Rhythmen und Versen, die eng an den Tango knüpfen. Die Hauptelemente der Oper sind Atmosphäre, Gefühle und Rhythmus.
Der Geist El Duente weckt seine Geliebte, Maria aus dem Tod. Die Seele von Maria Buenos Aires ist der personifizierte Tango. Sie verkörpert die Sehnsucht aller, die in der Hoffnung, reich zu werden, in die argentinische Hauptstadt reisten, doch dort hoffnungslos in den öden, dunklen Hinterhöfen vegetieren. Maria versteht und spricht die melancholische Sprache ihres Kummers und Schmerzens. Sie lebt nachts, denn die argentinischen Herzen öffnen sich nur zu dieser Zeit, wenn sie den Tango tanzen. Tango-Maria wird zur irrsinnigen Leidenschaft, sie ist ein gern gesehener Gast in allen Tanzsälen der Welt, doch plötzlich läuft ihre Zeit ab. Die Kugel ihres Begleiters Bandoneon schafft ihrem Leben ein Ende. Tango-Marias Seele steigt in die Unterwelt hinunter, nur ihr gestaltloser Körper lebt für die Touristen weiter. Sie wird zum puren Werbeartikel.
Der ‚Geist’ erträgt das nicht weiter. Er jaucht Seele in den leeren Körper, der mit der Zeit Nachwuchs bekommt und der Tango, der wahrhaftige Tango lebt weiter und feiert seine neue Blütezeit.
24. März
Thália Theater, 19:00 Uhr
Arriaga Quartet & Tango
Bandonéon Solo
Emilio Balcarce: La Bordona
Mario Demarco: Solfeando
Astor Piazzolla: Milonga de Angel
Astor Piazzolla: Verano Porteno
Astor Piazzolla: Oblivion
Juan Carlos Cobian: Los Mareados
Astor Piazzolla: Invierno Porteno
Julian Plaza: Coralera
Dirk Brossé: Tango au Quartier Latin
Astor Piazzolla: Melodia
Astor Piazzolla: Four for Tango
Astor Piazzolla: Tango Sensations
Osvaldo Pugliese: La Yumba
Vincente Greco: Ojos Negros
Jose Cabral: Que nadie sepa mi sufrir
Arriaga Quartet & Tango
Das Quartett wurde 1980 von Absolventen der Royal Musikakademie Brüssel und der Juilliard School New York gegründet (Mitglieder sind: Michael Guttman, Ivo Lintermans – Violine, Jacques Dupriez – Bratsche, Luc Tooten – Violoncello). Interpretationen der belgischen Violinschule sowie des Juilliard-Streichquartetts prägten ihr künstlerisches Ideal. Namensgeber des Ensembles ist Juan Chrisostomo de Arriga (1806–1826), den man auch für den spanischen Mozart hält. Ihr Repertoire stellen die Musiker oft aus Raritäten, Werken selten gespielter Komponisten zusammen. Ihre Aufnahmen mit Quartetts von Arriaga, Milhaud, Meulemans, Westerlinck und Vieuxtemps kamen beim Publikum sehr gut an. Oft setzen sie auch moderne Musik auf ihr Programm. Die Tätigkeit des Ensembles wurde mit dem Preis der belgischen Komponisten (Prix Fuga) anerkannt. Die Musiker gründeten ein eigenes Quartett-Festival, das jährlich veranstaltet wird (Bruges), und sie sind gern gesehene Gäste großer europäischer Festivals.

27. März
Thália Theater, 19:00 Uhr
Tanztheater Anželika Cholina (Litauen)
Tango in F
Anželika Cholina, die Choreographin der Aufführung, die auf Astor Piazzollas musikalischer Welt basiert, wurde 1970 in Vilnius (Wilna) geboren. Sie absolvierte 1989 die Ballettschule in Vilnius, dann setzte sie ihre Studien an der Schauspielakademie in Moskau fort, wo sie 1996 ihr Diplom als Tänzerin und Choreographin erwarb. Ihre ersten selbstständigen Werke stellte sie Anfang der 90-er Jahre als Moskauer Studentin zusammen, diese waren die Choreographischen Miniaturen. 1993 folgte dann ein abendfüllender Einakter unter dem Titel Aus dem Leben der Straße für die Schüler der Ballettschule von Vilnius. 1994 schuf sie für das Ballettensemble der Litauischen Staatsoper ihre Bolero-Choreographie, zur Musik von Ravel. In den darauf folgenden Jahren war sie als Choreographin für Opern tätig, bzw. setzte sie die Reihe der Tanzminiaturen fort. 1996 war die Uraufführung ihres Balletts Medea in zwei Akten. Von demselben Jahr an war sie auch als Choreographin von Modeschauen, später auch von Filmen tätig.
1998 choreographierte Cholina ihre zeitgenössische Tanzproduktion unter dem Titel Frauenlieder, die auf Marlene Dietrichs Melodien basieren. Noch im gleichen Jahr wurde auch Carmen fertig. 1999 schuf sie ihre Choreographie Coco, und zwar als Mitarbeiterin von Regisseur O. Koršunowas; das Stück war die Eröffnung des Internationalen Modefestivals In Vogue in Vilnius. Im Jahr 2000 führte das Litauische Nationale Dramatheater die Choreographie Bernarda Albas Haus auf. Die Choreographin debütierte im selben Jahr in London im Millennium Dome mit dem Stück „Tango in FA“, das nun auch in Budapest aufgeführt wird. Ein Jahr nach London studierte sie das Stück auch mit ihrem eigenen Ensemble, dem Anželika Cholina Dance Theatre ein. In den letzten drei Jahren choreographiert Cholina für ihr eigenes Ensemble, gegründet im Dezember 2000. Ihre Premieren finden in der Regel im Litauischen Nationalen Dramatheater statt. Ebenfalls mit dem eigenen Ensemble führte sie 2002, bzw. im Frühjahr 2003 ihre Tanzstücke Love, bzw. Romeo und Julia auf. Letzteres ist Cholinas bisher bedeutendstes Werk; an der Aufführung sind insgesamt 24 Künstler, Opernsänger, Schauspieler, Tänzer, beteiligt. Anželika Cholina ist heute international anerkannt und zählt als führende Persönlichkeit der litauischen Tanzkunst. Während der letzten zehn Jahre ihrer Laufbahn schuf sie fünf Tanzspiele, je einen Abend füllend, und etwa 40 Miniaturen. Ihre grundsätzlichen Ziele sind, in ihren energischen und expressiven Werken, die Elemente von Tanz und Theater miteinander verkoppelnd, eine Vortragsweise von hoher Qualität zu schaffen.
Anželika Cholina über die Aufführung: „Dies ist wahrscheinlich meine gefühlsreichste Aufführung. Die Schaffensperiode war für mich sehr wichtig und spannend. Ich traf die unterschiedlichsten Rollen und Darsteller, die ich vor allem vor sich selbst entblößen musste. Dieses Stück fordert nackte Gefühle, so kann es passieren, dass die Darsteller während der Aufführung einander seelisch verletzen. Deshalb müssen sie sich immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es sich dabei nur um Theater handelt. Denn die Grenze zwischen Theater und Wirklichkeit verliert während des Spiels ihre Bedeutung.“



28. März
Thália Theater, 15:00 Uhr
Compañia Maria Serrano
Flamenco-Tango Fusion
Treffen von Flamenco und Tango: Leidenschaft, Kraft und Erotik
With: Maria Serrano, José Galan, Alejandra Sabena, Gaston Godoy, Antonio Granjero/ Tanz, Juan Carlo Berlanga/ Gitarre, Juan Cantarot, Inmaculada Rivero/ Gesangl, José Maria Gago Camarena/ Klavier, Alejandro Benítez/ Bass , Luis Caruana/ Bandoneon
Licht: Gustavo Perez
Ton: Timo Schorn
Der Abend unter dem Titel Flamenco-Tango Fusion ist das jüngste Projekt der Flamenco-Tänzerin Maria Serrano und ihrer Truppe. In Kenntnis der Kunst von Serrano wird eindeutig, dass die Produktion des Ensembles sowohl die Freunde der anspruchsvollen, authentischen lateinischen Tänze als auch jene der spektakulären Shows erobern wird. In der Aufführung wird der Zuschauer Zeuge, wie sich zwei unterschiedliche musikalische und Tanzstile treffen und miteinander fusionieren. Zweck dieser Fusion ist es, dass etwas Neues und Ungewöhnliches – ein zauberhaftes Gemisch entsteht. In den Hauptrollen spielen zwei argentinische Tänzer, die sich verzweifelt von der Situation in ihrer Heimat entscheiden, zu emigrieren und ihr Glück in Spanien zu versuchen. Dort, wo einst ihre Vorfahren das Licht der Welt erblickten, die vor Jahrhunderten in der Neuen Welt ein neues Leben anfingen. Die Tangotänzer gehen nach Sevilla, um nach ihren Wurzeln zu forschen. Dort berührt sie der Geist des Flamencos: So beginnt die zauberhafte Geschichte von Flamenco, Liebe, Leidenschaft und Melancholie.
Auf der Bühne erscheinen zwei Paare: Maria Serrano und José Galan in der Rolle der Flamenco-Tänzer, ihre argentinischen Partner bilden natürlich ein Tango-Tänzerpaar. Die beiden Paare zeigen ihre eigene Gattung in deren reiner Originalität. Doch da wechseln sie plötzlich die Partner: Mit dem Treffen der Tänzer betrachten sich praktisch die beiden Gattungen verwundert und die Fusion beginnt. die Tänzer werden von sechs Flamenco-Musikern begleitet: Flamenco-Gitarre trifft sich mit Bandoneon und der Flamenco-Sänger singt plötzlich einen argentinischen Tango. Zwei überwältigende Stile vereinigen sich in einem für beide typischen lateinischen Geflatter.
Maria del Mar Serrano Rebollo, bekannt als Maria Serrano, wurde in Sevilla geboren. Ihre Flamenco-Tanzstudien begann sie bereits im Kindesalter, zu ihren Lehrern gehörten die besten Künstler und Pädagogen der Stadt. Serrano ist von Kindesbein an der Star des spanischen Flamencos. Auf ihr Talent wurden solche Größen aufmerksam wie die Matrone der Gattung, Carmen Montoya und ihre Tochter Carmelilla, José Galván, oder Javier Barón. Wegen ihrer magischen Ausstrahlung wird sie in der Presse oft als Voodoo-Königin des Flamencos erwähnt. Weltruhm erlangte sie Mitte der 90er Jahre: Mit ihren Kompositionen eroberte sie innerhalb von einigen Jahren ganz Europa. Die Welt nannte sie einfach ‚die Königin des Flamencos’. Maria Serrano stellte sich dem ungarischen Publikum beim Budapester Frühlingsfestivals 2003 vor. Damals führte sie ihr Publikum mit ihrer 19-köpfigen Truppe während der Show-Produktion Ritmo in die leidenschaftliche Welt der traditionellen spanischen und kubanischen Tänze, die man ebenfalls sehr weit voneinander entfernt vermutet, die sich aber auf der Bühne spannend miteinander vermischten.
28. März
Thália Theater, 19:00 Uhr
Compañia Maria Serrano
Flamenco-Tango Fusion
Treffen von Flamenco und Tango: Leidenschaft, Kraft und Erotik
With: Maria Serrano, José Galan, Alejandra Sabena, Gaston Godoy, Antonio Granjero/ Tanz, Juan Carlo Berlanga/ Gitarre, Juan Cantarot, Inmaculada Rivero/ Gesangl, José Maria Gago Camarena/ Klavier, Alejandro Benítez/ Bass , Luis Caruana/ Bandoneon
Licht: Gustavo Perez
Ton: Timo Schorn
Der Abend unter dem Titel Flamenco-Tango Fusion ist das jüngste Projekt der Flamenco-Tänzerin Maria Serrano und ihrer Truppe. In Kenntnis der Kunst von Serrano wird eindeutig, dass die Produktion des Ensembles sowohl die Freunde der anspruchsvollen, authentischen lateinischen Tänze als auch jene der spektakulären Shows erobern wird. In der Aufführung wird der Zuschauer Zeuge, wie sich zwei unterschiedliche musikalische und Tanzstile treffen und miteinander fusionieren. Zweck dieser Fusion ist es, dass etwas Neues und Ungewöhnliches – ein zauberhaftes Gemisch entsteht. In den Hauptrollen spielen zwei argentinische Tänzer, die sich verzweifelt von der Situation in ihrer Heimat entscheiden, zu emigrieren und ihr Glück in Spanien zu versuchen. Dort, wo einst ihre Vorfahren das Licht der Welt erblickten, die vor Jahrhunderten in der Neuen Welt ein neues Leben anfingen. Die Tangotänzer gehen nach Sevilla, um nach ihren Wurzeln zu forschen. Dort berührt sie der Geist des Flamencos: So beginnt die zauberhafte Geschichte von Flamenco, Liebe, Leidenschaft und Melancholie.
Auf der Bühne erscheinen zwei Paare: Maria Serrano und José Galan in der Rolle der Flamenco-Tänzer, ihre argentinischen Partner bilden natürlich ein Tango-Tänzerpaar. Die beiden Paare zeigen ihre eigene Gattung in deren reiner Originalität. Doch da wechseln sie plötzlich die Partner: Mit dem Treffen der Tänzer betrachten sich praktisch die beiden Gattungen verwundert und die Fusion beginnt. die Tänzer werden von sechs Flamenco-Musikern begleitet: Flamenco-Gitarre trifft sich mit Bandoneon und der Flamenco-Sänger singt plötzlich einen argentinischen Tango. Zwei überwältigende Stile vereinigen sich in einem für beide typischen lateinischen Geflatter.
Maria del Mar Serrano Rebollo, bekannt als Maria Serrano, wurde in Sevilla geboren. Ihre Flamenco-Tanzstudien begann sie bereits im Kindesalter, zu ihren Lehrern gehörten die besten Künstler und Pädagogen der Stadt. Serrano ist von Kindesbein an der Star des spanischen Flamencos. Auf ihr Talent wurden solche Größen aufmerksam wie die Matrone der Gattung, Carmen Montoya und ihre Tochter Carmelilla, José Galván, oder Javier Barón. Wegen ihrer magischen Ausstrahlung wird sie in der Presse oft als Voodoo-Königin des Flamencos erwähnt. Weltruhm erlangte sie Mitte der 90er Jahre: Mit ihren Kompositionen eroberte sie innerhalb von einigen Jahren ganz Europa. Die Welt nannte sie einfach ‚die Königin des Flamencos’. Maria Serrano stellte sich dem ungarischen Publikum beim Budapester Frühlingsfestivals 2003 vor. Damals führte sie ihr Publikum mit ihrer 19-köpfigen Truppe während der Show-Produktion Ritmo in die leidenschaftliche Welt der traditionellen spanischen und kubanischen Tänze, die man ebenfalls sehr weit voneinander entfernt vermutet, die sich aber auf der Bühne spannend miteinander vermischten.

29. März
Thália Theater, 19:00 Uhr
Compañia Maria Serrano
Flamenco-Tango Fusion
With: Maria Serrano, José Galan, Alejandra Sabena, Gaston Godoy, Antonio Granjero/ Tanz, Juan Carlo Berlanga/ Gitarre, Juan Cantarot, Inmaculada Rivero/ Gesangl, José Maria Gago Camarena/ Klavier, Alejandro Benítez/ Bass , Luis Caruana/ Bandoneon
Licht: Gustavo Perez
Ton: Timo Schorn



31. März
Thália Theater, 19:00 Uhr
Piazzollas Rhythmus
Kammerballett KFKI: Tam-Tango
Choreographie: Patrick Jurányi, Zsolt Kovács, Gergely Csanád Kováts, Gyula Sárközi und Ede Plaveczky
Show: Kentaur

44 Feet
Künstlerische Leiterin: Andrea Ladányi
Mit: Studenten des 4. Semesters an der Universität für Film- und Theaterkunst
Musik: Bánk Sáry
Das Kammerballett KFKI wurde im Frühjahr 2001 gegründet, unter seinen Mitgliedern trifft man Solisten der ungarischen Staatsoper und Tänzer des Madách-Theaters. Erstrangiges Ziel der Gesellschaft sind moderne Aufführungen in neuem Stil, sowohl im In-, als auch im Ausland. Das Ensemble tritt zum dritten Mal im Rahmen des Budapester Frühlingsfestivals auf.
Ihr jüngstes Projekt ist eine 50minütige Tanzaufführung, für die fünf Choreographen verantwortlich zeichnen. Die Kreation von , Ede Plaveczky, Gergely Csanád Kováts, Zsolt Kovács, Patrick Jurányi und Gyula Sárközi ist eine Art Essenz der Bewegungskunst. Der Abend wurde von Astor Piazzollas Kunst inspiriert, darin vermischen sich die Welt, Auffassung und Atmosphäre von Volkstanz und Ballett. Dabei stehen dem Ensemble drei Percussion-Künstler der Ungarischen Nationalphilharmonie zur Seite. Die Musiker spielen live jene leidenschaftlichen Rhythmen, auf die die Choreographie baut. Die Veränderung der rhythmischen Grundlage schafft immer wieder neue Situationen, die die Präsenz und Bewegung der Darsteller prägen. Den Spielraum und die Requisiten „erfindet“ die Choreographie, wie auch die Requisiten die Choreographie bestimmen.
Die sechs Tänzer des Abends sind sechs selbstständige Persönlichkeiten, voneinander abweichende, individuelle Figuren. Was sie verbindet, ist die Leidenschaft, das Geflatter ihrer Bewegungen, der Tänzer-Charme. In der Musik erscheinen immer wieder Piazzollas Werke, doch Hauptdarsteller ist der sich ständig ändernde Rhythmus, auf den sich die sechs draufgängerischen Typen bewegen. Für Gyula Sárközi, künstlerischer Leiter und Erfinder des Programms, ist der weltberühmte Tap-Dogs-Stil maßgebend; sein Ziel ist nicht die Nachahmung, sondern die Einbürgerung, die Neuinterpretierung. Sárközi hält die harte künstlerische Arbeit, die Entfaltung der sympathischen Charaktere der Tänzer für erstrangig. Der Abend des Kammerballetts KFKI bietet Entspannung und gute Laune und verspricht hinreißende, spektakuläre Tänze.

Andrea Ladányis Piazzolla-Tanzaufführung mit Schauspielstudenten
Andrea Ladányi stellte für das Budapester Frühlingsfestival eine einstündige „laute“ Tanzaufführung mit 22 Studenten des vierten Semesters an der Universität für Theater- und Schauspielkunst zusammen. Die Tänzerin und Choreographin unterrichtet als Leiterin des Seminars für Bewegungskunst seit einem Jahr die Schauspielerklasse. Ihre Produktion kann als Station eines vierjährigen Unterrichtsprozesses, eines neuartigen pädagogischen Systems betrachtet werden. Das sowohl aus akustischer als auch aus choreographischer Sicht komplizierte Werk strebt die Schaffung der Atmosphäre in Piazzollas Werken an, wo die Kompositionen aus den Stimmen der Körper entstehen. Die ursprünglich drei-vierstimmigen, gesungenen Melodien (Motive und Gründe) erwachen durch den sich bewegenden und mitteilenden Körper zu neuem Leben. Die ursprünglich instrumentalen Melodien bearbeitete, auf Ersuchen von Andrea Ladányi, der junge Komponist Bánk Sáry für 22 Körper und 44 Beine.
„Wir beschäftigen uns mit dem Wesentlichen, der unendlichen Möglichkeit im Körper. Wir umgehen die Gedankenwelt, die Vielseitigkeit des Körpers. Ich suchte weder nach Ausreden, noch nach Anlässen; wir schufen ein modernes Stück, zu dem wir die Musik durch die Bewegung der Körper selber herstellen. Wir machten keine weitere Piazzolla-Bearbeitung, keine zigste Version, sondern wir schufen ein Bewegungs-Orchester“, erklärte Andrea Ladányi. Co-Autor der Choreographin ist über Bánk Sáry hinaus auch Attila Rácz, verantwortlich für die Bein-Technik, sowie der Funky-Jazz-Pädagoge Zsolt Bánki, der für die Bewegungen der „weichen Körperteile“ verantwortlich zeichnet. In der Aufführung tauchen zahlreiche Zweige der Tanz- und Körperkunst auf, vom Tai Chi bis zum argentinischen Tango – die mal in den Gesten, mal in der Geistigkeit zu ertappen sind.




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