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23. März
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Symphonisches Orchester und Oratoriumschor König St. Stephan
Vivaldi: Gloria
Bach: Magnificat Es-Dur
Dirigent: Kálmán Záborszky
Mit: Ildikó Szakács, Lúcia Megyesi Schwartz, József Mukk, István Kovács / Gesang
24. März
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Slowenisches Oktett
Werke von Mozart, Schubert, Tschaikowsky, Gounod und slowenischen Komponisten, gospels
Das Gesangensemble wurde 1951 gegründet und setzte sich als Ziel, das Niveau der slowenischen Gesangkultur zu heben. Während der Tätigkeit des Ensembles brachten sie die Kultur der Heimat auch zu der slowenischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten. Im Laufe ihrer Tourneen bereisten die Sänger über die zahlreichen Konzerte in ihrer Heimat hinaus auch viele Länder auf mehreren Kontinenten. In den letzten fünf Jahren konzertierte das Slowenische Oktett mit über 30 Gastsolisten, hatte etwa 4.000 Konzerte und trat in 40 Ländern auf, darunter auch in 36 US-Staaten. Das Ensemble zeichnete zahlreiche Platten und CDs auf, man machte Fernsehaufnahmen mit ihnen und es wurde sogar ein Film gedreht. Das Oktett gewann schon zweimal den Prešeren-Preis (1957 und 1964), 1996 erhielt es die Verdienstmedaille ‚Für die Nation’ sowie die Freiheitsmedaille in Gold der Republik Slowenien.
Die Gründungsmitglieder schlossen ihre künstlerische Laufbahn mit einer Tournee durch Slowenien und die USA, bzw. mit einem Festivalkonzert Ende Februar 1996 ab. Doch damit wurde das Slowenische Oktett nicht aufgelöst. Auf Initiative von jungen Sängern begann die Suche nach einer Möglichkeit, wie man die Traditionen des Ensembles weiterführen könnte. Das Ergebnis ist, dass das gegenwärtige Ensemble relativ jung ist. Mit viel Arbeit und sicherem musikalischen Geschmack fanden die jungen Musiker ihren eigenen Stil, auch unter dem schweren Erbe des legendären Chors. Sie bewahren die Schätze der Vergangenheit, bringen aber Frische und Leben der Jugend mit. Der Chor bleibt seinem Grundprogramm treu, zu dem in erster Linie slowenische Volkslieder, aber auch populäre Melodien gehören. Im Repertoire des Ensembles sind zahlreiche musikalische Stilrichtungen und auch die Werke unterschiedlicher Komponisten vertreten.

26. März
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Orgelabend mit Jos van der Kooy
Sweelinck: Allein Gott in der Hoh sei Ehr
Böhm: Vater unser im Himmelreich
Bach: Toccata in F-Dur, BWV 540
Jos van der Kooy: Improvisatie
Vierne: Carillon de Westminster
Messiaen: L’Ascension – Ausschnitte
(Alleluias sereins; Transports de joie)
Jos van der Kooy: Improvisatie
Jos van der Kooy
Der Organist begann seine Studien als Instrumentalmusiker am Konservatorium von Amsterdam bei Piet Kee, Improvisation studierte er bei Hans Haselböck; unter Ewald Kooiman vertiefte er sich in die Musikgeschichte des Barocks. Nach den Instruktionen von Daniel Roth analysierte er die Tätigkeit von César Franck, nach denen von Charles Wolff studierte er die Werke von Liszt und Réger für Orgel. 1981 wurde er im Alter von 30 Jahren Kantor und Organist von Westerkerk in Amsterdam, 1990 erhielt er den Titel Städtischer Organist von Harlem, er ist Jurymitglied des internationalen Orgelwettbewerbs von Harlem, der jedes zweite Jahr veranstaltet wird. In der Großkirche der Stadt befindet sich eine der besten Orgeln Europas, gebaut 1735-36 von 5-10 Orgelbauern unter dem bekannten Meister Christian Müller. Eingeweiht wurde das Instrument 1738. Die Orgel wurde mehrmals restauriert, zuerst 1866, dann 1904; zwischen 1959 und 1961 kam es zur Generalrekonstruktion. Nach Abschluss dieser Arbeiten gaben am 3. Juli 1962 Piet Kiee und Albert de Klerk, Professoren von Kooy, ein Festkonzert. Heute unterrichtet auch Kooy am Konservatorium von Den Haag und Alkmaar Improvisationen in Kirchenmusik und natürlich Orgel.
(Mit der freundlichen Unterstützung der Niederländischen Botschaft.)

27. März
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Jugendsymphonieorchester Danubia
Rimsky-Korssakoff: Russische Ostern - Ouvertüre, op. 36
Janáček: Glagolitische Messe
Dirigent: Domonkos Héja
Mit: Henrietta Lednárová, Eva Blahová, Michal Lehotskys, Martin Gurbal /Gesang, Tschechischer Philharmonischer Chor (Brno; Chorleiter: Petr Fiala)
Das Orchester wurde aus den besten Studenten der Musikuniversität Franz Liszt im Jahr 1993 ins Leben gerufen. Gründer und künstlerischer Leiter ist Domonkos Héja, der 1998 Sieger des Dirigentenwettbewerbs des Ungarischen Fernsehens war. 2001 gewann das Orchester den Titel ‚Nationales Jugendorchester’. 2003 erscheint seine erste CD, auf der Melodien bekannter ungarischer Komponisten erklingen. Die Kontakte des Orchesters zum Tanz sind noch jung; sie musizieren zu Choreographien zu Dohnányi-Kompositionen in der Staatsoper.

Leos Janáček
2004 gedenkt die Welt des 150. Geburtstages des tschechischen Komponisten. Janačeks Lebenswerk knüpft eng an die Tätigkeit von Dvořak und Smetana. Ihre geistige Verwandtschaft zeigt sich auch darin, dass auch Janačeks Werke von der tschechischen, genauer der mährischen Folklore, von Janačeks engerer Heimat, durchdrungen sind. Die Glagolitische Messe komponierte er 1926, zwei Jahre vor seinem Tod. Das Werk ist keine religiöse Komposition, obwohl es eine liturgische Struktur hat und der Text in altslawischer liturgischer Sprache geschrieben ist. „Ich wollte meinen Glauben an die Sicherheit der Nation zum Ausdruck bringen...“, erklärte der Komponist. Es ist interessant, dass der Ungarische Nationalchor und die MÁV-Symphoniker die Messe nach dem Budapester Frühlingsfestivals auf ihr Programm setzen.

Tschechischer Philharmonischer Chor
Der gemischte Chor wurde 1990 in Brünn (Brno) gegründet. Innerhalb der Chormusik konzentriert man auf die liturgische Musik, vor allem auf Oratorien und Messen. Der Konzertchor erntete in den wichtigen Musikzentren Europas, von Rom über Luzern bis Stuttgart, zahlreiche Erfolge, ist regelmäßiger Gast angesehener Festivals, wie z. B. das Wiener Osterfestival, Klangbogen Wien, das Festival in Luzern, oder der Prager Frühling. 2002 traten sie in Frankreich bei der Saison der tschechischen Kultur auf. Künstlerischer Leiter des Chors ist der Dirigent und Komponist Petr Fiala, Professor am Konservatorium von Brünn.

Henrietta Lednárová
Die Sopranistin, eine der Solistinnen der Glagolitischen Messe, studierte am Konservatorium, bzw. an der Musikhochschule von Bratislava. Bereits als Studentin debütierte sie im internationalen Konzertleben, so in Deutschland, Dänemark, Großbritannien. Mit der Kammeroper Bratislava trat sie in der nur selten aufgeführten Mozart-Oper Lucio Silla auf, sie wurde von mehreren Kammerensembles eingeladen, bei Plattenaufnahmen mitzuwirken. Sie konzertierte bereits in Wien und Mailand. Der vom Internationalen Dirigentenwettbewerb Budapest bekannte Ondrej Lenard teilte ihr den Sopranpart der Ode an die Freude in Beethovens Symphonie Nr. 9 zu, aber sie arbeitete auch schon mit Aldo Ceccato und Claudio Abbado.

Eva Blahová
Die Mezzo-Sopranistin lernte zuerst bei ihrem Vater Janko Blaho an der Akademie in Bratislava, dann studierte sie in Wien (bei Robert Schollum). In den Meisterkursen von Erik Werba (Salzburg) und Daniel Ferro (Siena) bildete sie sich weiter. Heute unterrichtet auch sie an der Sommerakademie in Wien, in erster Linie die Vortragsweise der Wiener Klassiker. Sie trat mit ausgezeichneten Partnern auf, wie Ludovit Rajter, Josef Suk, Marian Lapsansky, Edita Gruberova, Peter Dvorsky. Zu ihren Schülern gehören z. B. die talentierte Mezzo-Sopranistin Magdalena Kozena, oder Gustav Belacekel und Alina Gurina.

Martin Gurbal
Der 1974 geborene Bassist ist ebenfalls einer der herausragendsten Schüler des slowakischen Gesangunterrichts. Seine Studien führte er am Konservatorium in Kosice. 2001 verpflichtete er sich zur Staatsoper Ostrava. Im gleichen Jahr konnte ihn auch das ungarische Publikum kennen lernen, als er im Rahmen des Internationalen Opernfestivals von Miskolc, in Bartók+Verdi, am 21. Juni die Bass-Rolle in Verdis Requiem sang. Er nahm an mehreren Gesangwettbewerben in der Slowakei teil und holte sich Preise. Regelmäßig tritt er mit den Symphonischen Orchestern von Kosice und Zolná auf und ist Gastsolist in der Glagolitischen Messe des Opernensembles beim Slowakischen Nationaltheater (Kosice).
(2001 erhielt das Orchester den Titel Nationales Jugendsymphonieorchester.)






30. März
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Mendelssohn: Lobgesang
Dirigent: Tamás Pál
Mit: Beatrix Fodor, Gabriella Gál, Tibor Szappanos / Gesang, Symphonieorchester Szombathely, Ungarisches Nationalchor (Chorleiter: Mátyás Antal)
Mendelssohn: Lobgesang
1840 beging man in Deutschland den 400. Jahrestag der Erfindung des Buchdruckes durch Johann Gutenberg. Aus diesem Anlass entstand eine ganze Reihe von Studien, Gedenkschriften, Werken der Literatur und bildenden Kunst und es beteiligten sich auch die deutschen Komponisten der Epoche. Von diesen Werken, darunter auch Lortzings Oper über Hans Sachs, ragen zwei Werke von Mendelssohn, der Festgesang und vor allem der Lobgesang – eine grandiose Symphonie für Orchester, Chor und drei Gesangsolisten – besonders hervor.
Die erste Aufführung unter Mitwirkung von über 500 Sängern und Musikern dirigierte der Komponist am 25. Juni in der Leipziger Thomaskirche. Schon bald war das Werk sehr beliebt, insbesondere in den Städten von England, wo die Oratorienkultur florierte.
Der Lobgesang ist eine Symphonie, in deren Schlusssatz, wie auch in Beethovens Symphonie Nr. 9, auch die menschliche Stimme erklingt. Dieser grandiose, oratorienartige Abschluss in zehn Sätzen ist die Basis des Werkes; die ersten drei Sätze bereiten die Künstler praktisch auf die Vortragsweise des letzten Satzes, bzw. die Zuschauer auf den Empfang des gleichen vor.
Mendelssohn griff in seinem Oratorium Der Lobgesang zu Texten des Alten Testaments, die er in der Übersetzung von Martin Luther vertonte. Mit Recht dachte er, dass er die Fußstapfen des großen Reformators und Gutenbergs verfolge, die die Heilige Schrift (die vorher nur für einige Auserwählte erreichbar war) für die breite Öffentlichkeit zugänglich machten. Wahrscheinlich hielt er auch Johann Sebastian Bachs Beispiel vor seinen Augen, der einen Löwenanteil an der Wiederentdeckung und Präsentation der Matthäuspassion hatte.

31. März
Universitätskirche, 19:00 Uhr
Budapester Tomkins Singers
Werke von Palestrina, Gallus, Lassus, Byrd, Tomkins, Zielinski, Jannequin, Victoria, Druschetzky und Esterházy
Künstlerischer Leiter: János Dobra

2. April
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Chor des Ungarischen Rundfunks
Musik der Kathedralen
Liszt: Christus – Ausschnitte
Kodály: Laudes organi
Dirigent: Kálmán Strausz
Mit: József Moldvay /Gesang, Bertalan Hock /Orgel


3. April
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Chor und Konzertorchester Béla Bartók der Universität ELTE
Arvo Pärt: Magnificat
Bach: Jesu meine Freude
Levente Gyöngyösi: Sonnenhymne – Uraufführung
Dirigent: Gábor Baross
Mit: Andrea Csereklyei , Atala Schöck , Timothy Bentch, István Kovács / Gesang, Levente Gyöngyösi / Orgel
Der Chor Béla Bartók der Universität ELTE wurde 1948 ins Leben gerufen; Gründer, Dirigent und künstlerischer Leiter ist Gábor Baross. Das weltberühmte Ensemble gastierte bereits in Europa und den Vereinigten Staaten, gewann internationale Wettbewerbe und vertrat die ungarische Chorkultur an zahlreichen Weltfestivals. Es tritt regelmäßig mit seinem Partnerensemble, dem 1957 entstandenen Konzertorchester der Universität auf, das ebenfalls im In- und Ausland anerkannt ist. Das Orchester ist seit zehn Jahren aktives Mitglied des vom Franz Liszt Kammerorchester im Gesellschaftskreis Óbuda veranstalteten Kammermusikfestivals bzw. Kurses. Auf ihrem Repertoire stehen barock, klassische wie auch Werke zeitgenössischer ungarischer Komponisten. Viele ungarische Komponisten, wie z. B. Kamilló Lendvay, Zoltán Jenei, Miklós Kocsár, Emil Petrovics, Attila Reményi, László Dubrovay, János Vajda, György Orbán und Levente Gyöngyösi komponierten Werke für die beiden Ensembles. An den Aufführungen der Ensembles treten oft berühmte Instrumental- und Vokalsolisten auf.



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