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17. März - 2. April 2006

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Orchesterkonzerte
17. März
Kongresszentrum Budapest, 19:30 Uhr
Orchestre de la Suisse Romande
György Ligeti: Lontano
Péter Eötvös: CAP-KO (Béla Bartók gewidmet)-Konzert für akustisches und elektronisches Klavier-Ungarnpremiere
Strawinsky: Das Frühlingsopfer
Dirigent: Peter Eötvös
Mit: Pierre-Laurent Aimard / Klavier
Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) wurde 1918 vom legendären Ernest Ansermet gegründet, der bis 1967 an der Spitze des Ensembles stand. Das Orchester konzertiert vor allem in Genf und Lausanne, es beteiligt sich regelmäßig an den Produktionen des Grand Théâtre-s von Genf. Seit 2002 ist der israelische Pinchas Steinberg künstlerischer und Musikdirektor des Orchesters. Den internationalen Rang des Ensembles prägten außer dem Gründer-Dirigenten Musiker wie Paul Kletzki (1967–1970), Wolfgang Sawallisch (1970–1980), Horst Stein (1980–1985), Armin Jordan (1985–1997) und Fabio Luisi (1997-2002). Im 20. Jahrhundert hatte das OSR zu mehreren prägnanten Komponisten (Benjamin Britten, Claude Debussy, Heinz Holliger, Arthur Honegger, Frank Martin, Darius Milhaud, Igor Stravinsky) gute Kontakte, zahlreiche Werke hatten in Genf ihre Uraufführung. In den Saisonen 2000–2001 sowie 2001–2002 kam es gemeinsam mit Radio Suisse Romande (dem französischsprachigen Rundfunksender der Schweiz) zu zehn Weltpremieren, wobei die Verpflichtung für die zeitgenössische Kunst zum Ausdruck gebracht wurde. Die Aufzeichnungen von OSR werden von bedeutenden internationalen Plattenverlagen gepflegt.

Pierre-Laurent Aimard
Aimard ist einer der großartigsten französischen Pianisten unserer Tage. Er erfreut sich größter Anerkennung für die Interpretierung der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts, vor allem der von Olivier Messiaen und György Ligeti. Aimard wurde 1957 in Lyon geboren, seine Studien absolvierte er am Conservatoire in Paris. Er war Schüler u. a. der Pianistin Yvonne Loriod, der Gattin von Messiaen. 1973 gewann er den Internationalen Olivier-Messiaen-Wettbewerb. 1977 lud ihn Pierre Boulez als Solist zum Ensemble InterContemporain ein. 18 Jahre lang arbeitete Aimard mit dem Ensemble zusammen. Während dieser Zeit lernte er den Großteil vom Repertoire des 20. Jahrhunderts kennen, und spielte auch vieles davon. Er pflegt enge Kontakte zu Komponisten wie Boulez, Stockhausen, Ligeti oder Kurtág. Ligetis Klavierkonzert zeichnete er 2001 zusammen mit dem Ensemble Asko mit großem Erfolg auf CD auf. Messiaens groß angelegtes Klavierstück ’Zwanzig Blicke auf das Jesuskind’ zeichnete er im Jahr 2000 auf CD auf, die von den Kritikern eindeutig Anerkennung erntete. In den vergangenen Jahren war Aimard mehrmals in Budapest, seine Konzerte sind immer gefragt und erfolgreich.

Péter Eötvös
Der Komponist und Dirigent Péter Eötvös begann seine Laufbahn als Mitarbeiter von Stockhausen und Boulez. Zwischen 1978 und 1991 war er künstlerischer Direktor des Ensembles InterContemporain in Paris, von 1985 bis 1988 erster Gastdirigent vom BBC Symphony Orchestra in London und zwischen 1992 und 1995 der ständige Gastdirigent des Budapester Festivalorchesters, zwischen 1998 und 2001 jener der Ungarischen Nationalphilharmonie. Gegenwärtig ist Péter Eötvös ständiger Dirigent des Kammerorchesters des Niederländischen Rundfunks und Professor an der Musikhochschule von Karlsruhe. 1991 gründete er das Internationale Eötvös Institut zur Weiterbildung junger Dirigenten und Komponisten.
Als Anerkennung seiner Tätigkeit erhielt er 1997 in Budapest den Bartók-Pásztory-Preis, im Jahr 2002 den Kossuth-Preis. Im Mai 2001 wurde Péter Eötvös mit dem Gundel-Preis sowie dem Preis der ungarischen Klassiker, gegründet vom Gramofon-Magazin, ausgezeichnet. 2004 durfte er die Preise „Cannes Classical Award“ und „Pro Europa Composition Prize“ entgegennehmen. 2003 verlieh ihm der französische Kultusminister die staatliche Auszeichnung „Commander de l’Ordre des l’Arts et des Lettres”.
Seit 1997 ist Eötvös Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, seit 1998 der Széchenyi Akademie der Literatur und Künste in Budapest und seit 1999 der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden.
Péter Eötvös’ Werke werden weltweit gespielt, seine erste Oper Die drei Schwestern gewann 1998 den „Grand prix de la critique“, den „Prix Claude-Rostand”, den Preis „Victoires de la Musique Classique et du Jazz 1999” (Paris) und den „Prix Caecilia” (Brüssel). Seine nächste Oper, „Le Balcon“ (Der Balkon) wurde 2002 beim Aix-en-Provance-Festival, die „Angels in America“ (Engel in Amerika) 2004 im Chatelet-Theater (Paris) uraufgeführt und stehen seitdem regelmäßig in ganz Europa auf dem Spielplan.
Seine Werke erscheinen bei den Verlagen Editio Musica, Salabert, Ricordi und Schott Music, seine Platten und CDs bei BMC, DGG, ECM, Grammophon AB BIS und Kairos.




Kirchenkonzerte
17. März
Matthiaskirche, 20:00 Uhr
Orgelkonzert von Jean-Christophe Geiser
Lübeck: Präludium in d-Moll
Ropartz: Prélude funébre
Brahms: Präludium und Fuge in g-Moll
Martin: Agnus Dei
Widor: Symphonie in c-Moll "Gothique", Nr.9 op.70



Operette - Musical
17. März
Budapester Operettentheater, 19:00 Uhr
Jávori–Miklós–Kállai–Böhm: Brauttanz – Klezmer-Musical
– Premiere
Regie: Attila Béres
Text: István Kállai und György Böhm
Liedertexte: Tibor Miklós

Rózsi - Ágota Siménfalvy
András - Zsolt Árpád Mészáros
Herskovics - István Mikó
Jonel - Szilveszter P.Szabó / Sebastian Imre
Frau Majzik - Zsusza Lehoczky
Frau Blum - Piroska Molnár

Mit: Budapest Klezmer Band
(Nach dem Drama von Ottó Indig: Die Braut von Torockó.)
http://www.operettszinhaz.hu/

Theaterabende
17. März
Trafó - Haus der Zeitgenössischen Künste, 20:00 Uhr
L’Oratorio d’Aurélia (Aurelias Oratorium)
Regie, Konzeption, Ton, Bühnenbild, Kostümentwurf: Victoria Thierrée Chaplin
Choreographie: Victoria Thierrée Chaplin, Jaime Martinez, Armando Santin
Lichtentwurf: Laura de Bernadis
Licht: Olivier Brochart

Interpretiert von Aurélia Thierrée
Mit: Aidan Treays / Tanz
Wer kann sich schon heutzutage solcher Urgroßeltern rühmen, die gefeierte Stars des musikalischen Lebens in den 80-er Jahren des 19. Jahrhunderts waren? Oder mit einem Großvater, der die Legende der Stummfilme und der Burleske war, und seiner Enkelin das Kompliment machte, der Mutter Lily Harley nachgeraten zu sein?

Aurélia Thierrée ist die Tochter von Victoria Chaplin und Jean Baptiste Thierrée. An den Namen ihrer Eltern knüpfen weltweit berühmte Produktionen wie Cirque Bonjour, Le Cirque Imaginaire und Le Cirque Invisible. Aurélia machte ihre erste Bühnenversuche gerade in diesen Stücken; in einem der Kofferszenen ihres Vaters war sie eines der Gepäckstücke, das verschwand, das andere Gepäckstück war ihr Bruder James. In die Fußstapfen ihrer Eltern getreten erreichte Aurélia, dass sie ihre eigenen, typischen Ausdrucksmittel vollkommen einsetzen konnte, sie gelangte nämlich zu einer Vortragsweise voller Imagination, gespickt mit überraschenden Tricks. Nach Budapest kommt sie mit einem Stück, das sie zusammen mit ihrer Mutter, Victoria Thierrée Chaplin, schuf und in dem sie auch die Hauptrolle spielt. Zweck des Show-Theaters von besonderer Qualität ist die Unterhaltung im edelsten Wortsinn, es verspricht ein richtiges Schmankerl zu werden.

Theater, Varieté, Zirkus – magische Plätze; ein Blättern in der von Träumen durchwobenen Welt der Mysterien. Das ist Aurelias Oratorium, Oratorio d’Aurélia. Unwahrscheinliche Begegnungen, nicht passende Charaktere in einer, auf den Kopf gestellten Welt. Nichts ist das, als was es... Es hat keinen Anfang und kein Ende, es laufen bloß Myriaden von Bildfetzen vor uns her, geleitet von unserer Phantasie und angehäuft von einer komischen und dichterischen Logik. Die Aufführung lässt die Träume zu neuem Leben erwachen und führt uns in jene Welt, wo für uns das Unmögliche das Gewöhnliche ist.

Aurélia ist die geborene Interpretin und dafür sind nicht nur ihre Ahnen ein Beweis. In den letzten Jahren arbeitete sie mit Künstlern zusammen wie Milos Forman, Coline Serreau, Jacques Baratier, oder mit der lange als Kultband geltenden The Tiger Lillies. Sie beschäftigte sich auch mit Varieté und Kabarett (vor allem in Berlin).

Aurélia, die Tochter von den „Zirkusgöttern“, setzt der Familientradition gemäß eine ganze Reihe von verzaubernden Tricks ein. Als alter Klassiker gilt die ‚verdrehte Dame, deren Hände und Füße diesmal aus den verschiedensten Schubläden einer Kommode zum Vorschein kommen. Dank aller, die die Produktion geschaffen haben, wird diese durch immer neuere Tricks unerwartet und noch wirkungsvoller.
Volltreffer ist die surreale und gleichzeitig raffinierte Bilderwelt, bei deren Zusammenstellung drei Objektmanipulatoren mitwirkten.
(Gemeinsame Veranstaltung mit Trafó, dem Haus der zeitgenössischen Künste, mit der freundlichen Unterstützung des Französischen Kulturinstituts.)


Tanz
17. März
Festivaltheater, 19:00 Uhr
Batsheva Dance Company
I.LOVE
Choreographie: Sharon Eyal
Kostüme: Dalia Linder
Licht: Avi Yona Bueno - Bambi
Music: Sharon Eyal
Ton: Guy Garber, Ohad Fishof

II.DECA DANCE
Auswahl aus den Choreographien von Ohad Naharin
Kostüme: Rakefet Levy
Licht: Avi Yona Bueno - Bambi
Ton: Frankie Lievvart
Die Batsheva Dance Company, gegründet 1964 von Martha Graham und der Baronesse Batsheva de Rotschild, zählt gegenwärtig als kulturelles Symbol von Israel. Die Batsheva Dance Company ist ein internationales Team, bestehend aus israelischen und ausländischen Solisten, wo die Tänzer zahlreiche Möglichkeiten bekommen, ihre eigenen kreativen Fähigkeiten zu entfalten. Künstlerischer Leiter des Ensembles ist seit 1990 Ohad Naharin, dessen Tätigkeit eine neue Epoche im Leben der Truppe öffnete.
Das ausgezeichnet organisierte, dynamische Ensemble hat jährlich über 200 Auftritte in Israel und weltweit, sie gastieren auf den Bühnen der bekanntesten Festivals. Durch ihre neuartige, kühne Produktion zählt die Batsheva Dance Company zu den begehrtesten und meistbeschäftigten Tanzcompagnien der Welt.




Ausstellungen
17. März
Ethnographisches Museum, 10:00 Uhr
Mit Pfeife, Trommel und Didscheridu…
Die Sammlung des Museums begründete Béla Bartók, der bereits Anfang der 1900-er Jahre nach Algerien reiste, um arabische Musik zu sammeln. Er beschäftigte sich jedoch auch mit der Musik der Nachbarvölker, weilte in der Türkei und bei anderen Völkern Asiens. Die Ausstellung präsentiert die abwechslungsreiche Kultur der Instrumente aus aller Welt, skizziert uns ein Bild über die Ähnlichkeit und die Unterschiede der Musikinstrumente, stellt durch die Präsentierung der rund 300 Ausstellungsgegenstände aus aller Welt in den verschiedenen Sammlungen des Ethnographischen Museums das System ihrer Aufteilung dar. Über die Ausstellungsgegenstände hinaus tragen ausführliche Informationen mit Hilfe von Projektoren und Computern zum Kennen lernen der Instrumente bei. Während der Ausstellung wird aus den Aufnahmen ungarischer Forscher in fremden Kulturen eine Kostprobe geboten, von den CDs erklingen auch einstige Aufnahmen von Béla Bartók. Unter den Rahmenprogrammen der Ausstellung gibt es Konzerte über die Musikkultur je eines Landes, die das Museum in Zusammenarbeit mit den in Budapest akkreditierten Kulturinstituten und Vereinen organisiert. Außerdem präsentieren sich in ganztägigen Programmen Musikschulen aus Ungarn, es werden Instrumente und der Instrumentenbau selbst sowohl für Fachorganisationen, als auch fürs breite Publikum vorgestellt.
Geöffnet:
17.März 2006-November 2007

Ausstellungen
17. März
Galerie Bartók 32, 18:00 Uhr
Objektivierte Musik
Von den für 2006 geplanten Programmen halten wir die Ausstellung zur Kunst von Mozart und Bartók anlässlich des doppelten Jahrestages für besonders wichtig. Der österreichische Komponist Mozart wurde vor 250 Jahren geboren, Bartók, der Namensgeber unserer Galerie, erblickte vor 125 Jahren das Licht der Welt.

Wir luden bildende Künstler ein, die früher ihre Werke bereits in individuellen Ausstellungen erfolgreich in einer unserer Räumlichkeiten präsentierten, oder deren Vorstellung wir für die nächste Zukunft planen.
Wir setzten den Künstlern keine Schranken bei der Auswahl ihrer Technik.
Wir baten sie lediglich, in ihren Werken, inspiriert von der Musik der beiden Komponisten-Genies, Unterschiede und gemeinsame Schnittpunkte zu repräsentieren – und warteten dabei gespannt auf die Intuitionen und Reflexionen der eingeladenen bildenden Künstler. Sie setzten das gesamte „Arsenal“ ihres Talents und ihrer Kreativität ein, und stellten ehrlich und frei ihre Gedanken über den einen, oder anderen, ja sogar über beide Komponisten dar. Sie sollten nach dem Bogen, oder einer Trennlinie zwischen den beiden Komponisten suchen, falls es solche überhaupt gibt. Sie sollen Kunstwerke schaffen, die eventuell aufeinander reimen. An die Ausstellung sollen sogar mehrere Musikveranstaltungen, bzw. kommunikative Museumsbeschäftigungen für Kinder knüpfen (natürlich unter der Leitung von qualifizierten Museumspädagogen).


Ausstellende Künstler (27)

Márton Barabás, Jenia Bosukova, Imre Bukta, Zoltán Csemniczky, Eszter Csurka, István ef Zámbó, László Egyed, Pál Gerber, Ágnes Haász, István Haraszty, Éva Monika Horváth, El Kazovszkij, Ignác Kokas, Mária Lugossy, Ákos Muzsnay, Kálmán Pollacsek, István Regős, Márton Romvári, Gabriella Sulyok, József Szentgyörgyi, Ákos Szepessy, Kati Székelyi, László Szotyory, József Szurcsik, Miklós Szűcs, Endre András Tornay, Erzsébet Vojnich
Geöffnet:
17. März-7. April 2006
Ausstellungen
17. März
Artpool P60, 18:00 Uhr
mozART, bARTók und hARmadik szekTor (dritter Sektor)
Akustische Raum-Installationen von György Galántai (1941-)

Mit und nach Werken von Tibor Hajas, W. A. Mozart, Miklós Erdélyi, Béla Bartók und Mieko Shiomi
Wenn man gleichzeitig Musikwerke hört, die den Paradigmenwechsel der gegenwärtigen und der historischen Zeit repräsentieren, ist das, als würde sich die lineare Zeitkonvention unbemerkt in ein multilineares, natürliches Erlebnis verwandeln. Das Ensemble von dreidimensionalem Raum und den drei Zeitdimensionen modelliert die alten Erfahrungen, die zur neuen Paradigma reiften, akustisch, nämlich dass alle telematisch gesehenen Zweifel eine Einheit bilden. In der spezifischen Gegenwart von Raum und Zeit ist das Werk Information des Lebens, und das Leben Information des Werks. Mit anderen Worten: Im ‚virtuellen’ Raum der Werke und im ‚wahren’ Raum des Lebens (oder umgekehrt), verwechseln sich die Informationen ständig, oder sie vereinigen und/oder lösen sich auf. Der ständige Strom (der Fluxus) dieser Prozesse (die Kultivierung) ist eine Eigenschaft der lebendigen, sich gesund erneuernden Kultur.

In György Galántais akustischen Raum-Installationen erscheinen, die besonderen Gegebenheiten der Galerie Artpool P60 nutzend, folgende Werke:

Bild: Tibor Hajas (1946-1980): W. A. Mozart HAFFNER-SYMPHONIE
Ton: Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) HAFFNER-SYMPHONIE in D-Dur (1782)

Bild: aus der Werkstatt von Miklós Erdélyi (1928-1980) Béla Bartóks Porträt aus Photomosaiken
Ton: Béla Bartók (1881-1945) Concerto für Orchester (1943)

(der dritte Sektor)
Ton: Mieko Shiomi (1938-) FLUXUS-SUITE (2002)
(musikalisches Wörterbuch von 80 Menschen aus dem Kreis Fluxus)

Notiz: „Überall kann man beobachten, dass unterschiedliche Apparate durch steifen Mechanismus unser Leben programmieren. Die Arbeit wird vom Menschen auf die Automaten übertragen und der Großteil der Gesellschaft beginnt sich im „dritten Sektor“ mit einem Spiel mit leeren Symbolen zu beschäftigen; das existenzielle Interesse wird von der materiellen Welt auf das Universum der Symbole, der Wert von den Sachen auf die Informationen übertragen.“ Vilém Flusser (1920-1991)
Geöffnet:
17-31.März 2006
Ausstellungen
17. März
Kovács Gábor Kunst Stiftung, Kogart Haus, 20:00 Uhr
„New York”
Internationale Reisephotoausstellung
"New York"

Internationale Reisende Fotoausstellung

Der Fotograf und Pulitzer-Preisträger Tamás Révész stellte seine aus 62 schwarz-weißen Bildern bestehende Ausstellung „New York” zuerst 2004 in Tokio vor und erntete sowohl unter den Besuchern als auch bei der Kritik riesigen Erfolg. Die individuelle, meistens lyrische Anschauungsweise meidet Gemeinplätze und vermittelt dem Zuschauer einen Blick in den Alltag der Stadt. Schirmherr der Budapester Ausstellung wird Staatspräsident a. D. Árpád Göncz sein.

Der Fotograf und Designer Tamás Révész wurde 1946 in Budapest geboren und lebt seit 1997 in New York. „Ich bin ein glücklicher Mensch, weil ich mich sowohl in Ungarn als auch in Amerika zuhause fühle und so beide Länder zu meinen Werken beitragen“. Howard Baker, der amerikanische Botschafter in Japan äußerte sich bei der Ausstellungseröffnung in Tokio folgendermaßen: „Herr Révész ist emotional bereits fest in New York verwurzelt, deshalb kann er in seinen Bildern Geist und Pulsieren der Stadt festhalten. Natürlich ist auch die Technik fantastisch.“

Die Ausstellung wird in den kommenden Jahren in folgenden Bruderstädten von New York gezeigt: Peking, Kairo, Jerusalem, Johannesburg, London, Madrid, Rom und Santa Domingo.
Geöffnet:
17.März-14.Mai 2006
Ausstellungen
17. März
Haus Ungarischer Photographen
Károly Gink: Honour für Bartók
Photographien von Károly Gink zum Band von Dezső Keresztury, erschienen 1976, im Haus Manó Mai.
Das Libretto zu Bartóks erstem Tanzspiel, der Geschichte des holzgeschnitzten Prinzen, schrieb Béla Balázs. In der Ausstellung wird die Geschichte dieses ausgezeichneten Werkes mit Hilfe von Photographien dargestellt. Es wird einerseits die menschliche Parabel veranschaulicht, die im Musikwerk erscheint. Andererseits ist es eine Verneigung vor dem vor kurzem verstorbenen Photokünstler.
Geöffnet:
17. März–23.April 2006
http://www.maimano.hu/

Ausstellungen
17. März
Galerie Vízivárosi
In memoriam Bartók
Musikalische Inspirationen in der zeitgenössischen bildenden Kunst
Werke von István Haraszty, János Kass, Károly Klimó, Tamás Konok, Árpád Szabados, György Szemadám, Yengibarian Mamikon und Ildikó Zsemlye
Geöffnet:
17. März–9. April 2006

Ausstellungen
17. März
Gerbeaud Galerie Harmincad
Musik-Bilder von Mozart bis Bartók
Werke des Kunstmalers Zsolt Durkó jun., eine Auswahl aus seinen Komponisten-Porträts
Geöffnet:
17. März–- 2. April 2006
Ausstellungen
17. März
Ungarische Nationalgalerie
Die "ungarischen Wilden" von Paris bis Nagybánya
1904-1914
Jene Malergruppe, die sich um Henri Matisse versammelte und weltweit als Fauves (Die Wilden) bezeichnet wurde, spielte in den französisch-ungarischen Beziehungen Anfang des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. Die sich zwischen 1905 und 1906 entfaltende künstlerische Bewegung übte eine große Wirkung auf die junge ungarische Künstlergeneration aus. Viele von ihnen waren Studenten von Matisse (Géza Bornemisza, Csaba Vilmos Perlrott), während die anderen regelmäßig mit den Malern der Wilden gemeinsam an der berühmten Salon d’Automne in Paris ausstellten (Róbert Berény, Béla Czóbel). Nach ihrer Heimkehr versuchten sie nicht nur den Geist der Künstlerkolonie von Nagybánya zu transformieren, sondern auch den des Budapester künstlerischen Lebens. Den sog. „Neos“ gelang es auch, ein neues Kapitel in der ungarischen Kunstgeschichte zu eröffnen. Die von der Ungarischen Nationalgalerie organisierte Ausstellung vom 30. März bis 20. August 2006 möchte die schönsten Exemplare der Gemälde und Graphiken der „ungarischen Wilden“, unter ihnen die von Béla Czóbel, Lajos Tihanyi, Sándor Ziffer, Sándor Galimberti präsentieren. Außer dem ungarischen Material bekommt das Publikum auch eine kleine Kollektion originaler französischer Werke von Matisse, Derain, Vlaminck, Dufy, Puy und Valta zu sehen, dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Übereinstimmungen und Differenzen vergleichen zu können.
Ein zweisprachiger (ungarisch-englischer) wissenschaftlicher Katalog mit Farbbildern und ausführlicher Dokumentation erscheint zur Ausstellung. Die Ausstellung wird voraussichtlich im Jahr 2007 in Frankreich unter Mitwirkung der Mitarbeiter des Musée des Beaux-Arts Dijon gezeigt.
Hauptkurator der Ausstellung: Dr. Krisztina Passuth (ELTE), Kurator: György Szűcs (MNG).
Geöffnet:
17. März–- 30. Juli 2006


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