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Ausstellungen 17. März Artpool P60, 18:00 Uhr
mozART, bARTók und hARmadik szekTor (dritter Sektor)
Akustische Raum-Installationen von György Galántai (1941-) Mit und nach Werken von Tibor Hajas, W. A. Mozart, Miklós Erdélyi, Béla Bartók und Mieko Shiomi Wenn man gleichzeitig Musikwerke hört, die den Paradigmenwechsel der gegenwärtigen und der historischen Zeit repräsentieren, ist das, als würde sich die lineare Zeitkonvention unbemerkt in ein multilineares, natürliches Erlebnis verwandeln. Das Ensemble von dreidimensionalem Raum und den drei Zeitdimensionen modelliert die alten Erfahrungen, die zur neuen Paradigma reiften, akustisch, nämlich dass alle telematisch gesehenen Zweifel eine Einheit bilden. In der spezifischen Gegenwart von Raum und Zeit ist das Werk Information des Lebens, und das Leben Information des Werks. Mit anderen Worten: Im ‚virtuellen’ Raum der Werke und im ‚wahren’ Raum des Lebens (oder umgekehrt), verwechseln sich die Informationen ständig, oder sie vereinigen und/oder lösen sich auf. Der ständige Strom (der Fluxus) dieser Prozesse (die Kultivierung) ist eine Eigenschaft der lebendigen, sich gesund erneuernden Kultur. In György Galántais akustischen Raum-Installationen erscheinen, die besonderen Gegebenheiten der Galerie Artpool P60 nutzend, folgende Werke: Bild: Tibor Hajas (1946-1980): W. A. Mozart HAFFNER-SYMPHONIE Ton: Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) HAFFNER-SYMPHONIE in D-Dur (1782) Bild: aus der Werkstatt von Miklós Erdélyi (1928-1980) Béla Bartóks Porträt aus Photomosaiken Ton: Béla Bartók (1881-1945) Concerto für Orchester (1943) (der dritte Sektor) Ton: Mieko Shiomi (1938-) FLUXUS-SUITE (2002) (musikalisches Wörterbuch von 80 Menschen aus dem Kreis Fluxus) Notiz: „Überall kann man beobachten, dass unterschiedliche Apparate durch steifen Mechanismus unser Leben programmieren. Die Arbeit wird vom Menschen auf die Automaten übertragen und der Großteil der Gesellschaft beginnt sich im „dritten Sektor“ mit einem Spiel mit leeren Symbolen zu beschäftigen; das existenzielle Interesse wird von der materiellen Welt auf das Universum der Symbole, der Wert von den Sachen auf die Informationen übertragen.“ Vilém Flusser (1920-1991) Geöffnet:
17-31.März 2006 |