|
|
20. März Museum der Bildenden Künste, 15:00 Uhr
Lob der Frauen
Alphonse Mucha, tschechischer Meister des Jugendstils
Im Jahre 2009, während der EU-Präsidentschaft der Tschechischen Republik, werden die EU-Länder Schauplatz mehrerer bedeutender kultureller Ereignisse sein. Eins der wichtigsten davon ist die Ausstellung aus den bedeutendsten Werken von Alphonse Mucha im Museum der Bildenden Künste im Rahmen des Budapester Frühlingsfestivals. In der Ausstellung, zusammengestellt von den Kuratoren Marta Sylvestrová (Mährische Galerie Moravská Galerie, Brno) und Petr Štembera (Kunstgewerbemuseum, Prag), werden die schönsten Plakate, Gemälde, Zeichnungen und Photos des Künstlers aus seiner Zeit in Paris, in Amerika und in Tschechien gezeigt, und es werden die kreativen und Inspirationsmöglichkeiten erschlossen, die die Frauendarstellungen für Mucha boten.
http://www.szepmuveszeti.hu/„Unser Gast Tschechien“
20. März–7. Juni
Geöffnet: dienstags – sonntag: 10.00–17.30 Uhr; montags Ruhetage.
|
|
20. März Millenáris Park, 14:00 Uhr
„Tschechien mit ungarischen Augen”
Ausstellung mit Sieger-Photos des tschechischen Photowettbewerbs „Unser Gast Tschechien“
20. März–5. April
|
|
20. März Ungarisches Nationalmuseum, 16:00 Uhr
27. Ungarische Pressephotoausstellung
20 Jahre Grenzöffnung – Rahmenausstellung IN PHOTOS ERZÄHLT
In der Ausstellung mit den besten Pressephotos des Jahres kann der Besucher Ereignisse, Gesichter, Stimmungen wieder sehen, durch die sich das Jahr 2008 uns in die Erinnerung prägt. Dramatische und freudige Momente, Kämpfe, Feste und Trauer, Alltagssituationen, künstlerische oder Sportleistungen und Wunder der Natur, die man in der gleichen Form nie wieder erleben kann.
11. September 1989: Die westliche Grenze Ungarns wird vor den DDR-Flüchtlingen geöffnet. Das Ereignis ist nicht nur aus der Sicht Ungarns, sondern auch aus der von ganz Europa entscheidend. In der Ausstellung 20 Jahre Grenzöffnung ermöglichen uns noch nie gezeigte Photos und Dokumente eine historische Zeitreise.
http://www.hnm.hu/20. März–26. April
|
|
20. März Nationalbibliothek Széchényi, 16:00 Uhr
Das zeitgenössische Tschechien – Bohemes Böhmen
Filmvorführung während der Ausstellung im Gesellschaftsraum im 8. Stock:
26. März, 17.00 Uhr
Scharf beobachtete Züge (Ostre sledované vlaky)
Regie: Jiří Menzel
2. April, 17.00 Uhr
Elektronische Ressource (Román pro zeny)
Regie: Filip Renč Eine Auswahl aus den Perlen der zeitgenössischen tschechischen Literatur. Die Ausstellung der Nationalbibliothek Széchényi bietet über die bedeutendsten tschechischen Repräsentanten der Weltliteratur hinaus auch eine Auswahl aus den Werken der jungen Generation. Die Buchpräsentation wird durch eine Hrabal-Gedenkausstellung, durch Bilder des Prags von Kafka, graphische Werke sowie Filmvorführungen abgerundet. „Unser Gast Tschechien“
20. März – 26. April
Geöffnet: dienstags – samstags: 10.00-20.00 Uhr; sonntags, montags Ruhetage.
|
|
20. März Vízivárosi-Galerie, 18:00 Uhr
Play Art
Humor gesellt sich mit der Kunst. „Wir zeigen spielerische Werke, Humor gesellt sich zur Kunst. Das Wesentliche am Spiel ist es, sehen zu lassen, Dinge anders zu zeigen, zu verzaubern, Erscheinungen vom konkreten Anblick zu trennen, auf Hintergründiges aufmerksam zu machen. Die ausgewählten Künstler formulieren in diesem Sinne ihre Meinung über ihr alltägliches Dasein durch die eigene Bildsprache. Das Wesentliche ist die in der Kunst bewahrte kindliche Offenheit, das Staunen über Dinge, und die unverhüllte, ehrliche Reaktion, mit deren Hilfe die oft absurden Geschehnisse des Lebens in ihrer Wahrhaftigkeit dargestellt werden. 20. März–10. April
|
|
21. März Korridor-Galerie
15 Jahre einer internationalen Künstlerkolonie
Die Künstlerkolonie Csuta aus Békés – in Budapest In einem vom Rummel der Hauptstadt weit entfernten Winkel Ungarns gibt es nun schon seit 15 Jahren eine international anerkannte Künstlerkolonie. Jeden Sommer arbeiten hier die Künstler zwei Wochen lang nebeneinander, voreinander, sich gegenseitig inspirierend, zusammen oder selbstständig, auf jeden Fall aber aufeinander achtend und der Kunst der anderen gegenüber sensibel, gleichzeitig, parallel zueinander. Sie lassen sich von der ungarischen Landschaft, der Atmosphäre der Künstlerkolonie inspirieren, nehmen die Kunst der Kollegen auf, bzw. bieten ihre eigene den anderen zur Aufnahme an. Bisher gaben sich hier 130 Künstler aus 20 Ländern ein Stelldichein und schufen ihre Werke, die dank der Wechselwirkungen nur dort, nur dann, und nie wiederholbar entstehen konnten. Die gegenseitigen Inspirationen nehmen alle mit, wie ein Geschenk, das ihre Seele, ihre Ausdrucksformen und Thematiken bereichert, und bauen die erhaltenen Impulse in die eigene Kunst ein.
Der Maler György Csuta (1952), „Spiritus Rector“ der Künstlerkolonie Békés, ist im Bereich Graphik, Aquarelle, und Ölmalerei gleichermaßen bewandert, experimentiert aber auch gerne mit der Umstrukturierung der Techniken. Als ausgezeichneter Organisator mit Teamgeist hat er nicht nur als Teilnehmer, sondern auch als Organisator an etlichen Künstlerkolonien in aller Welt (wie z.B. Trofaiach, St. Anton, Klagenfurt, Wörschach/Österreich, Reinosa/Spanien, Biela/Italien), und natürlich auch in Ungarn (Nagykanizsa, Gyomaendrőd, Hajós) mitgewirkt.
http://www.mkvm.hu/indexen.php21. März–15. April
|
|
21. März Kunstgewerbemuseum, 15:00 Uhr
„Haydn und die Zeit“
Ausstellung anlässlich des Haydn-Gedenkjahres. Zeitgleich zur Ausstellung wird der Konzertsaal im Prunkraum des Museums eröffnet. Das Budapester Kunstgewerbemuseum beschwört die Zeit von Haydn, der auch für Spieluhren selbstständige Melodien komponierte, durch die gegenständliche Kultur jener Zeit, u. a. mit Hilfe von ganz besonderen Uhrwerken, herauf.
Haydns Karriere ist sowohl in Zeit, als auch in Raum sehr breit. Er weilte in zahlreichen Ländern Europas, von den einfachsten Herrenhäusern bis zu den vornehmsten Fürstentümern. Die Epoche zwischen seiner Geburt und seinem Tod beinhaltet Rokoko, Klassizismus bis hin zur Empire, mit anderen Worten die Zeit der Aufklärung.
Die Ausstellung lädt die Besucher zu einer imaginären Zeitreise durch das 18. Jahrhundert ein, das reich an Entdeckungen und Erfindungen war. Außer einer Enzyklopädie von Diderot beschwören mehrere Schätze aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums das Weltbild dieser Epoche herauf. Ein typischer Gegenstand der Zeit ist die Uhr, selbst ein kompliziertes Meisterwerk, das mehrere Gattungen vereint, und als Messgerät der Zeit zum philosophischen Begriff wird. Die zahlreichen ausgestellten Typen (darunter viele Raritäten) werden nach Territorium gruppiert. Unter dem Titel „Luxusuhren aus der Schweiz“ wird auch eine exklusive zeitgenössische Auswahl aus der Kollektion der Firma IWC in Schaffhausen gezeigt.
Zum visuellen Erlebnis der Meisterwerke des Kunstgewerbes gesellt sich auch eine abwechslungsreiche musikalische Programmreihe. Die Besucher können Kammerkonzerten mit Musik von Haydn und seinen Zeitgenossen beiwohnen.
http://www.imm.hu/angol/index.html21. März–5. April
|
|
22. März Galerie Pataky
„Art minor “, oder GYÍKok in jeder Menge
Mit den Werken der Kinder und Jugendlichen versucht man ein weitgehend vollständiges und plastisches Bild von der schöpferischen Betrachtungsweise und der pädagogischen Arbeit in den Altersgruppen zwischen 4 und 18 Jahren zu bieten.
„Gyíkok (Wortspiel. Abkürzung von Gyermek- és Ifjúsági Képzőművészeti Műhely: Atelier der bildenden Künste für Kinder und Jugendliche; gleichzeitig die Mehrzahl des Wortes Eidechse - Bem. der Übersetzerin) sind Kinder. Alle. Handle es sich um Schüler oder Lehrer, alle sehen sie die Welt gleich, mit den Augen eines Künstlers, eines Gestalters. Die „Eidechsen“ zögern nicht, sind nicht verkrampft, haben auch keine Vorurteile. Sie arbeiten und schöpfen etwas Neues, egal womit. Aber nicht egal, was. Sie schöpfen immer wieder das Bild der Welt, von Jahr zu Jahr, in Gruppen und auch individuell. Die „Eidechsen“ gehen bereits seit 33 Jahren in ihr Atelier in der Ungarischen Nationalgalerie in der Budaer Burg, um sowohl das Ständige, als auch das Veränderliche zu betrachten, ihre Gedanken und Gefühle in Form zu gießen und ihren Eltern, der Gesellschaft der Erwachsenen, oder aber sich selber in Form von Bildern, Gemälden, Skulpturen oder Materialien zu präsentieren.
Die „Eidechsen“ sind keine besonderen Wesen, sie sind nicht talentierter oder klüger als ihre Altersgenossen, sie sind vielleicht etwas befreiter (freier?), sie sind mutig und unternehmungslustig.
Das Atelier GYIK ist eine kleine Insel der Freiheit, der selbstständigen Gedanken. „Dort ist es gut zu stranden.“ (István Sinkó, bildender Künstler, Studioleiter) 22. März–10. April
|
|
23. März Palast der Künste, 18:00 Uhr
„Wer hat Angst vor Glas?“
Ausstellung mit Werken des Glaskünstlers Ioan Nemtoi
23. März – 5. April
Mit der freundlichen Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts in Budapest.
|
|
24. März Karinthy-Salon
Riten und Rhythmen
Als unbekannter Künstler und Erneuerer startete Edward Saidi Tingatinga (1932– 72) den tansanischen Stil der Malerei, der seitdem weltweit bekannt wurde, und schuf Ende der 60-er binnen einiger Jahre eine Künstlergemeinschaft.
Nach Ungarn kommen diese Gemälde, ausgewählt von KIKOA Art und Compass Communication Company Ltd. direkt von ihrem ursprünglichen Entstehungsort, aus Tansania, Daressalam, aus dem Stadtteil Morogoro Store. Dort begann Tingatinga mit seiner ersten Gruppe zu arbeiten, und dort befindet sich heute die Zentrale des Verbandes der Maler (Tingatinga Art Cooperative Society), wo die Mehrheit der Künstler in einem gemeinsamen Atelier arbeitet.
Die Tingatinga-Gemälde erfassen die Zweiheit der Geschichten in den Werken selbst: Kraft und Zerbrechlichkeit der Natur, Schlichtheit und Mystik des Alltagslebens, energische Schönheit und Widersprüchlichkeit der tansanischen Umwelt. Den intensiven Farbeffekt sichern von Anfang an gemischte Emailfarben, in mehreren Schichten aufgetragen, sowie die eindeutige und klare Anwendung der vibrierenden Farbenwelt. 24. März–17. April
|
|
24. März Vármegye-Galeria
Das aufnehmende Transylmanien
Ausstellende Künstler:
László Botár, András Gaál, István Botond Incze, Gábor Kazinczy, Árpád Márton, Zoltán Molnár, Ödön Nagy, Lajos Páll, Zsolt Simon, Géza Székely, Géza Xantus Die Ausstellung im Rahmen des interkulturellen Dialogs bereichert mit einem ganz speziellen Farbtupfen das Festivalangebot. Die vergangenen Jahrhunderte wandelten durch das Zusammenleben von verschiedenen Nationalitäten die Kunstszene Siebenbürgens in eine aufnehmende Kultur um. Die Galerie Vármegye der zwanzigjährigen Stiftung für die Kunst Siebenbürgens präsentiert im Rahmen des diesjährigen Frühlingsfestivals die kulturelle Vielfalt der modernen Kunstbestrebungen außerhalb der ungarischen Landesgrenze.
Kuratorin der Ausstellung: Mónika Csernitcky, Kunsthistorikerin 24. März – 26. Mai
Geöffnet: dienstags – freitags: 10.00-18.00 Uhr; samstags – montags Ruhetage.
|
|
24. März Makett-Labor, 18:00 Uhr
Urban Glasshouses
Eine Ausstellung im Makett Labor, mit der Unterstützung des Frühlingsfestivals, wo jeder seine Lieblingszimmerpflanze ausstellen kann.
Neben jeder Pflanze soll das Photo ihres Besitzers placiert werden.
Das Urban Glasshouses-Projekt ist eine Forschung, die sich auf eine Gruppe von Erscheinungen in der Stadt konzentriert, die wir in Budapest zufällig entdeckten und zu verewigen gedachten. Als wir so durch die Straßen gingen, sahen wir etliche Schaufenster, die ihre ursprüngliche Funktion verloren und „mangels eines Besseren“ in einen Platz für Zimmerpflanzen verwandelt wurden. Beim Blick hinter die Schaufenster trafen wir subjektive Motivationen, persönliche Schicksale und Erinnerungen. Über die ästhetische Funktion hinaus haben alle Pflanzen ihre eigene Geschichte.
Über die Glashäuser in der Stadt wird ein Stadtplan gemacht, so kann sie jeder aufsuchen und die besonderen Schaufenster bewundern, die in der Ausstellung in Form von Photos anwesend sind. 24. März–4. April
|
|
25. März Mednyánszky-Galerie
Pester Innenstadt mit Kinderaugen
Zeichen- und Malwettbewerb für Schüler der innerstädtischen Grundschulen Das Experiment kann auch als soziologische Erhebung aufgefasst werden, bei dem man eine Antwort auf die Frage sucht, wie Schüler die unmittelbare Umgebung ihrer Wohnung finden. Denken wir nur an unsere Kindheit zurück, und wir werden feststellen, dass es unter unseren ältesten Erinnerungen nur einige „äußere Schauplätze“ gibt, meist das Wohnhaus und den Kindergarten. Der restliche Raum ist mit spektakulären Erinnerungen aus der Schulzeit voll. Interessant zu beobachten ist auch, was die Phantasie der Kinder anregt.
Kurator der Ausstellung: Gábor Pogány, Kunsthistoriker 25. März–8. April
Geöffnet: Montags bis freitags: 10.00–18.00, samstags: 10.00–13.00 Uhr, sonntags geschlossen
|
|
25. März INDA-Galerie
Bildkontakte
Der in Bratislava lebende Erik Binder malt im Stil der Graffitis, lässt Farbe auf Karton tropfen und bringt damit die Skateboarder-Subkultur der hohen Kunst näher. Der weltweit bekannte Künstler leitet auch Kindergruppen, in denen die spontane, Gegenstände formende Kreativität entwickelt werden soll.
András A. Király interessiert sich ebenfalls für Public Art, für Straßenkunst, doch seine Werke sind Riesen-Wandgemälde, bzw. Fußbodenverzierungen, die mit den Gigant-Postern konkurrieren. Bei der Planung der Ausstellung tauchte die Idee zweier Werke auf. Eins davon ist ein Teppichmotiv, das den Innenhof des Wohngebäudes der Inda Galerie schmücken soll und auch nach der Ausstellung erhalten bleibt, das zweite wäre ein Wandgemälde an der Feuermauer am Spielplatz, die man aus dem Fenster der Galerie sieht. Als drittes Werk soll auch eine Reihe von Zeichnungen angefertigt werden, die heutige Gegenstände in archäologischem Zeichenstil darstellt. Wie das geht, können die Kinder-Besucher lernen.
Zsófi Szemző absolvierte 2008 das Fach Videokunst an der Universität für Bildende Künste Moholy-Nagy (MOME), für die Ausstellung plant sie ein raumspezifisches Werk, das aus einem Wandbild aus Fliesen sowie einer Reihe von Aquarellen, deren zahlreiche Teile persönliche Geschichten ergeben.
Während der Ausstellung werden von den Künstlern auch Beschäftigungen für Kinder angeboten, wo diese eigene Werke anfertigen können, die dann in der Galerie ausgestellt werden. Auch das Teppichmotiv im Hof soll den Kindern als Muster dienen, das sie praktisch wie ein Malbuch ausmalen können. Die Ausstellung wird auf diese Weise mit den Werken der Kinder ständig erweitert. 25. März–17. April
|
|
25. März Nessim-Galerie, 19:00 Uhr
Werke des Photografen Ivo Přeček
Konzeption, Charakter, Reflexion Die Nessim Galerie wartet dem Budapester Publikum mit einer echten Kuriosität auf, indem sie im Rahmen des Budapester Frühlingsfestivals die Werke von Ivo Přeček (1935-2006), einem bedeutenden Vertreter der Photographie der tschechischen Neoavantgarde ausstellt.
Der Künstler aus Olomouc, der mit einem Freund die berühmte DOFO Gruppe gründete, näherte sich der Photographie sein ganzes Leben lang auf ganz autonome Weise. Die Ausstellung der Nessim Galerie, unter Mitwirkung des Museums Umění Olomouc konzentriert auf die konzeptuellen Werke von Ivo Přeček in den 60-er und 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Das konzeptuelle Photo als Strömung ist in der tschechischen Photographie sehr stark vertreten, und Ivo Přeček ist eine besonders spezifisch denkende Figur gerade dieser Strömung.
Kuratoren der Ausstellung: Štěpánka Bieleszova, Mihály Surányi „Unser Gast Tschechien“
25. März–30. April
Geöffnet: montags–freitags: 14.00-18.30 Uhr; samstags–sonntags Ruhetage.
|
|
26. März Friss-Galerie
„20 Jahre Wende“
Die Themenwahl ergibt sich aus dem Jahrestag. Die Interpretation der Zeit von vor 20 Jahren, bzw. von den vergangenen 20 Jahren durch bildende Künstler bietet höchtswahrscheinlich ein ganz besonderes Erlebnis, denn am Wettbewerb beteiligen sich sowohl junge, als auch ältere Künstler. Junge Künstler, die zur Zeit der Wende noch kleine Kinder waren, aber auch welche, die 1989 als junge Erwachsene erlebten. Die meisten zeitgenössischen bildenden Künstler reagieren sensibel auf die Dinge, die sich um sie herum ereignen und sie geben ein ganz spezifisches Abbild der jüngsten ungarischen Geschichte. Es wird sicherlich spannend sein, zu sehen, wie die Künstler auf die Geschehnisse der vergangenen 20 Jahre reagieren, bzw. wie sie diese Zeit bewerten. 26. März–9. Mai
|
|
26. März Galerie des Polnischen Instituts
Flüsterst
In der Ausstellung werden Photos von insgesamt sechs zeitgenössischen Künstlern gezeigt, drei ungarischen – Balázs Czeizel, Jenő Detvay, Géza László Mészáros – und drei polnischen – Anita Andrzejewska, Agnieszka Kaminska, Jowita Bogna Mormul –, ausgewählt von der Galerie Bolt Fotó. Die Verbindung zwischen den Photos ist die geheimnisvolle Darstellung von Alltagsgegenständen. Sentimentale, unscharfe, hauchfeine und geheimnisvolle Drucke.
Die Entschlüsselung wartet auf den Empfänger. 26. März–30. April
|
|
26. März Ungarische Nationalgalerie, 15:00 Uhr
Das Künstlerhaus 1909–1914
Moderne Ausstellungen in Budapest Im Dezember 1909 wurde unter dem Namen Művészház (Künstlerhaus) in Budapest ein neuer Kunstverein gegründet, der während seines kurzen Bestehens eine ganze Reihe von bedeutenden Ausstellungen aus Werken von Vertretern der modernen Kunst im In- und Ausland veranstaltete.
Tätigkeit und Bedeutung des Künstlerhauses sind bis heute nur wenig bekannt. Die Ungarische Nationalgalerie erschloss und zeigt nun die Arbeit dieser Institution, die in der Entwicklung der modernen Kunst eine Schlüsselposition einnahm. Der Großteil dieser Werke befindet sich heute in Privatsammlungen und ausländischen Museen. Ziel der Ausstellung ist es, mit einer breiten Auswahl ein möglichst vielseitiges Porträt des Künstlerhauses zu zeichnen.
In der Ausstellung der Ungarischen Nationalgalerie bekommt der Besucher eine Auswahl aus den Werken der bedeutendsten ungarischen Künstler jener Zeit zu sehen, u. a. von József Rippl-Rónai, János Vaszary, Károly Kernstok, Mihály Munkácsy, Pál Szinyei Merse, József Egry, Béla Kádár, János Kmetty und József Nemes Lampérth. 26. März–26. Juli
|
|
26. März Museum für Geschichte von Textilien und Textilkleidung, 16:00 Uhr
Kéz–Rá–Tét – Geschichte der estnischen Handschuhe
Handschuhe sind ein wichtiger Bestandteil der Bekleidung der nordischen Völker, die ältesten Exponate stammen aus Estland, aus dem 14. Jahrhundert. Den Strickmustern der Handschuhe schrieb man magische Schutzkräfte zu, deshalb steckten sich die Esten sogar an den heißesten Sommertagen ein Paar Handschuhe in den Gürtel. Handschuhe spielten auch bei Trauungen und Beerdigungen eine wichtige Rolle, aber auch Krankheiten konnte man damit heilen. An kalten Wintertagen spenden die Handschuhe Wärme, aber vielleicht ist bis heute der Glaube der Ahnen lebendig, dass das Muster vor bösen Geistern schützt.
Die Gastausstellung des gerade 100-jährigen Estnischen Nationalmuseums kommt durch Vermittlung des Estnischen Kulturinstituts nach Ungarn. 26. März–30. April
|
|
27. März Kunsthalle
Mee Vida – Himmel und Hölle
Kunstwerke aus der Sammlung
MUSAC
Die Sammlung MUSAC in Leon/Spanien ist eine der spannendsten internationalen Sammlungen der zeitgenössischen Kunst des 21. Jahrhunderts. Aus diesem Material veranstalten wir im Frühjahr jene grandiose Ausstellung, die sich mit den Extremen des Lebens beschäftigt und die das Verhältnis zwischen Leben und Kunst unter die Lupe nimmt. Es werden rund 100 Werke von 36 Künstlern aus aller Herren Länder gezeigt.
Was die Besucher sehen, hat etwas damit zu tun, wie wir leben. Und das ist der Schlüssel, mit Hilfe dessen wir die Kunst verstehen können. Die Werke: Zeichnungen, Gemälde, Wandmalereien, Filme, Photos, Videos, Installationen stellen einander zwei unterschiedliche künstlerische Auffassungen, die sinnlichen und die geistigen Bezüge des Alltagslebens, gegenüber. Himmel und Hölle – das Beste der zeitgenössischen Kunst mit mediterranen Augen betrachtet.
Kuratoren: Dr. Zsolt Petrányi, Augustin Pérez Rubio 27. März–17. Mai
|
|
27. März Bajor-Gizi-Schauspieler-Museum
Bedeutende Theaterereignisse mit Kinderaugen – Werke von Zeichenwettbewerben für Kinder
Statt dem Künstler wird die Phantasie der Kinder in den Mittelpunkt gestellt.
Das Museum und Institut für Theatergeschichte veranstaltete in den vergangenen Jahren im Rahmen der museumspädagogischen Tätigkeit bereits mehrmals Zeichenwettbewerbe für Kinder. Die jeweiligen Themen reflektierten auf aktuelle Ausstellungen, oder zum Teil auf bedeutende Theaterereignisse. 27. März–27. Juni
Öffnungszeiten: Montags – mittwochs: geschlossen, donnerstags – sonntags: 14.00 Uhr–18.00 Uhr
|
|
27. März Bajor-Gizi-Schauspieler-Museum
Werke des Theaterphotographen Viktor Kronbauer
Das Theaterphoto, das bei seiner Entstehung eher dokumentarischen Charakter aufwies, mauserte sich zu einem separaten Kunstzweig. Die spezifischen Theateraufnahmen, die unwürdigerweise am Rande des Interesses von Museen stehen, „berichten“ über die Sichtweise eines Photographen übers Theater, über die Atmosphäre der Aufführungen sowie die Theaterkultur einer bestimmten Gemeinschaft.
Kronbauers Bilder, die eine eigenartige Betrachtungsweise spiegeln, sind „nicht nur“ Theater- und „nicht nur“ photographische Offenbarungen: Die individuellen Kunstwerke beschwören (sogar für die überwiegende Mehrheit von Fachleuten unbekannte) hervorragende Momente ausländischer Theater herauf.
Erstrangiges Ziel der Diskussionen sowie der theaterpädagogischen Beschäftigungen zur Ausstellung ist es, die grundsätzlichen Fragen der Theaterphotographie aufzuwerfen, damit die Ausstellung – sowohl altersmäßig, als auch gesellschaftlich – möglichst breite Schichten „anspricht“. 27. März–27. Juni
|
|
29. März Palast der Künste, 18:00 Uhr
Hommage à Bohuslav Martinů
Ausstellung anlässlich des 50. Todestages vom Komponisten Der tschechische Komponist und Violinist Bohuslav Martinů (1890–1959) ist einer der bedeutendsten Repräsentanten der tschechischen Musik im 20. Jahrhundert. Das Bild- und Multimedia-Material der Kammerausstellung anlässlich des 50. Todestages des Künstlers stellte uns freundlicherweise das Martinů Institut aus Prag zur Verfügung.
Kurator: Sandra Bergmannová
„Unser Gast Tschechien“
29. März–6. April
|
|
2. April Mai-Manó-Haus, 18:00 Uhr
Die Identität junger tschechischer Fotografinnen – Ausstellung zeitgenössischer tschechischer Fotografie
In der tschechischen Fotokunst der 90-er Jahre spielte das Thema Körper und Sinnlichkeit eine entscheidende Rolle, was auch in unseren Tagen wichtig, doch bei Weitem nicht mehr so bedeutend und häufig ist, weil es seinen Platz zum Großteil dem Thema Identität überließ. Dieses Thema scheint für jene Fotografinnen anziehend zu sein, die ihre eigene Identität und Umwandlungen oft selbstreflexiv erforschen und untersuchen, bzw. auch das Verhältnis der modernen Frau zu Männern, Kindern, zur Gesellschaft und Emanzipation sowie zu den Unterschieden zwischen Mann und Frau unter die Lupe nehmen. Die Ausstellung setzt sich mit dem Thema der Identität auseinander, indem sie Werke der bedeutendsten Vertreterinnen der jüngsten Generation in der tschechischen und slowakischen Photographie zeigt. In ihrer Kunst kommen zwar die weibliche Sensibilität und die weibliche Betrachtungsweise zur Geltung, aber man darf sie nicht alle als typische und ausdrückliche Erscheinungsformen der weiblichen Kunst oder etwa des Feminismus betrachten. „Unser Gast Tschechien“
2. April–3. Mai
|
|
4. April SportMax – Sport-, Freizeit- und Veranstaltungszentrum, 14:00 Uhr
Eszter Csurka: Skulpturen-Performance
Es handelt sich um eine mehrstündige Performance, die ein breites Publikum anzieht, wo die Skulpturen in einem Riesenbecken unter Wasser angefertigt werden.
Eine Kamera zeichnet die Ereignisse unter dem Wasser auf, die mit Hilfe eines Projektors auch das Publikum verfolgen kann.
In großen Kesseln wird das Wachs erwärmt und zwei Helfer beginnen, dieses langsam in ein Becken zu gießen. Die Künstlerin formt das fließende Material unter dem Wasser. Die fertigen, erstarrten Figuren werden langsam aus dem Wasser gehoben, die am Tag der Anfertigung im MOM Park ausgestellt sind. 4. April, 14.00–20.00 Uhr
|
|
|